Vorrede.
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Art, welche nicht den Bedürfnissen der wissenschaftlichen Forschung, fondern allein der öffentlichen Erbauung sowohl der jetzt lebenden, als der nächstfolgenden Geschlechter gewidmet sind, an den aufgenom. menen Liedern durchaus nichts geändert werden dürfe. Vielmehr follte zwar jedem Liede sein eigenthümliches Gepräge gelassen, aber die schonend beffernde Hand unbedenklich angelegt werden, wenn die natürliche Gedankenfolge in einem Liede zu auffallend vernachläffiget war und dennoch der Inhalt auf eine leichtere und einfachere Weise geordnet werden konnte, wenn die Melodie nothwendig einen Ruhes punkt gebot, wo im Texte die Periode oder der Sah noch keinen Schluß enthielt- auf welchen dem Gefühle so unangenehmen und für die Andacht beim Gesang so störenden Uebelstand auch die vor. züglichsten Liederdichter nicht sorgsam genug geachtet haben, und dessen Entfernung eben so nothwendig, als meiftens sehr schwierig ift; endlich wenn der Ausdruck sprachwidrig, oder für den guten Geschmack anstößig, oder nicht verständlich genug gefunden ward.
Diese Grundsätze hat die Commission bei der Vollziehung ihres Auftrages zwar beständig vor Augen gehabt, aber auch die Ueberzeugung erlangt, daß jedes Unternehmen dieser Art noch weit von der beabsichtigten Vollkommenheit entfernt bleiben und nimmermehr den so sehr verschiedenen Anforderungen und Erwartungen aller einzelnen Beurtheiler entsprechen werde.
Nach vollendeter Arbeit ist die Handschrift dem Königlichen Con fiftorium der Provinz Brandenburg übergeben, von demselben geprüft und mehrere Monate hindurch in dessen Geschäfts Locale zur Einsicht der Sachverständigen ausgelegt, hernach aber dem Königlichen Minifterium der geistlichen Angelegenheiten überreicht worden. Nachdem nun diese hohe Behörde zum kirchlichen Gebrauch dieses Gesangbuches die erbetene Genehmigung ertheilt hat, so erscheint es hiermit in Druck, und es bleilt uns daher nur noch die eifrige Bitte zu Gott übrig, daß er den vieljährigen auf dieses Gesangbuch verwendeten Fleiß nicht ungesegnet laffen, dieser in der Lauterkeit der Liebe dar


