Druckschrift 
Gesangbuch für die evangel.-lutherische Kirche in Bayern
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Lob- und Danklieder.

7

2. Wie ein Adler sein Gefie- re hat er mir zum Dienst bestellt; der über seine Jungen streckt, also hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm gedeckt, alsobald im Mutterleibe, da er mir mein Wes sen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treibe. Al les Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält. Thier und Kräuter und Getreide in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Seit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

3. Sein Sohn ist ihm nicht zu theuer, nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen Feuer durch sein theures Blut gewinn. D du ungegründter Brunnen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief ergründen können? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

4. Seinen Geist, den edlen Füh­rer, gibt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort; daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Los des Reich zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

5. Meiner Seele Wohlergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Noth zustehen, nimmt ers gleichfalls wohl in Acht. Wenn mein Können, mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann, fommt mein Gott und hebt mir an fein Bermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Beit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

6. Himmel, Erd und ihre Hee­

7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Ge­müth, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

wird vom Satan umgeführt, die 8. Wie so manche schwere Plage mich doch mein Lebetage niemals noch bisher gerührt. Gottes Ene gel, den er sendet, hat das Böse, was der Feind anzurichten ist ge­meint, in die Ferne weggewendet. Alles Ding währt seine Zeit, Got­tes Lieb in Ewigkeit.

9. Wie ein Vater seinem Kinde sein Herz niemals ganz entzeucht, ob es gleich bisweilen Sünde thut und aus der Bahne weicht: also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu Gut, will mein Fehlen mit der Ruth und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Beit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

10. Seine Strafen, seine Schläs ge, ob sie mir gleich bitter seind,