des Gerzens 20.
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rechtigkeit, und reinigte ihm selbst ein Volk des Eigenthums, das fleissig wäre zu guten Werken.
danke dir von Herzen, Herr Jesu, für allen Trost und für alle Stärkung, die du mir jetzt in dem Genusse deines Abendmals hast darreichen wol len. Hilf mir nun auch, daß ich die Frucht davon an mir zeige, mich vor jeder Art der Verfündigung hüte, und in allen rechtschaffenen Gesinnungen dir ähnlich zu werden trachte. Das ist nun wohl auch jetzt mein ganzer Ernst; Und wie sollt er es nicht seyn, bey dem fo lebhaft erneuerten Andenken deiner Liebe und Treue gegen ein fündiges Geschlecht! aber dieses Andenken wird in den Zerstreuungen und Verwirrungen des Les bens wieder schwächer werden, und der seelige Eins druck davon kann erlöschen. Es foll also meine vors nehmste Sorge seyn, mir oft vors Auge zu stellen, was du, größter Menschenfreund, erduldet hast, um Seelen zu erretten, und allen Freunden des Guten Freudigkeit zu Gott, Trost des Gewissens, Hoffnung der Seeligkeit zu erwerben. Deß will ich mich stets mit dankbarer Liebe erinnern, dem will ich nachdenken, es mir einen mächtigen Antrieb seyn laffen, ein gutes Gewiffen zu bewahren. Wie seelig werde ich dann seyn! Wiewohlwird mir seyn in dem Frieden des Hers zens, den kein irdisches Glück gewähren kann, und in jeder guten Erwartung des Zukünftigen! Wie rus hig wird dann mein Hoffen seyn, auch einmal zu dem Leben bey dir zu gelangen, wo Freude die Fülle ewiglich ist. Noch ist es nicht alles erschienen, was auch ich seyn und werden soll, auch mein Glaube fagt es mir, daß hier noch nicht der ganze Nath meines Gots tes an mir vollendet sey: Aber das weiß ich, daß, wann es erscheinen wird, es denen nicht anders als wohlges hen kann, die dir, Herr Jesu, gleichgesinnet zu seyn, b 3
Jich 3


