des Gerzens 2c.
mächtigen Beystand geniessen, und deiner Güte fich aufs innigste erfreuen. Amenz
Pf. 40, 12. Laß deine Güte und Treue mich alle Wege behüten.
3.
Morgengebet eines Christen.
Pf. 73, 24. Das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte.
Gott, Schöpfer und Herr Himmels und der Erden,
mein
Gott und
und
thåter, mein Gesetzgeber und Richter! Dir verdanke ich, was ich bin und habe, mein Leben, meine Ges fundheit, meine Kräfte, alle geistliche und leibliche Vortheile, die ich besike; Dir verdanke ich den Schuk, den ich in vergangener Nacht genoffen, die Erneuerung der Kräfte, die du mir verliehen, den Lebensbalsam, den du durch einen fanften Schlaf mir eingeflöffet hast. Wer bin ich, O Gott! daß du mein gedenkeft, und dich meiner so väterlich annimmst? Deine Güte ist alle Morgen neu, und deine Treue ist sehr groß. Du bist groß von Güte, und deine Güte ladet uns Menschens kinder ein zur Weisheit, zur Rechtschaffenheit, und zur Sinnesbefferung; du giebst uns mit jedem Morgen neuen Wink, neue Kraft, und neuen Antrieb zu thun, was recht ist, und deinen Willen zu vollbringen. Du schenkest uns Zeit und Aufmunterung an unserer Besserung zu arbeiten, und unsere Heiligung mit deinem Beystand zu vollenden. Bater! ich erkenne deine Güte, verehre den Endzweck meines Dafeyns, bete an deine Barmherzigkeit, und heilige mich in der ernsten Morgenstunde dir und deinem Willen ganz und gar. Ich verabscheue das Böse, das ich bisher bes gangen, und wünsche nichts fehnlicher, als immer weiser, besser und heiliger zu werden. Ich entfage allen böfen Lüften, allen verdorbenen Neigungen, und allen
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schåd.


