Vorrede.
daß mirs gelinge, also: ilf Gott, daß mirs ge linge, du edler Schöpfer mein, die Silb'n in Reimen zwinge 2c. Der sel. D. von der Lith setzte statt zwinge, bringe. In dem bekannten Gerhardi schen Paßionsgefang, Ein Lammlein geht und trägt die Schuld, lautete die siebente Strophe sonst so:
Erweitre dich mein Herzensschrein. Du sollst ein Schatzhaus werden Der Schätze, die viel größer seyn, Als Himmel, Meer und Erden. Weg mit dem Gold Arabia!
Weg Kalmus, Myrrhen, Kasia! Ich hab ein bessers funden zc.
In der Lithischen Ausgabe find statt der fünf ten und sechsten Zeile folgende beyde, die wenigstens erträglicher sind, gesetzt worden:
Weg mit den Schäßzen dieser Welt
und allem, was der Welt gefällt,
Warum sollte es nicht erlaubt seyn, dieses im Grunde geistreiche Lied noch mehr auszubessern und von den getåndelten Einfällen eines spielenden Witzes zu säubern? Man lese dieses Lied, wie es im gegens wärtigen Gesangbuch geändert stehet, man lese und prüfe es ohne vorgefaßte Meinung. Ich denke, man wird den Gerhardischen Geist darinn nicht verken: nen, und das Schahhaus, den Sprachgesellen und andere dergleichen fromme Tåndeleyen nicht vermissen. Eben so habe ich Ursache zu hoffen, daß man in dem sonst erbaulichen Wegleiterischen Paßionsliede, wenn meine


