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des, Lebens entblößt, teine anderes Süße seiner Redlichkeit, als das dem Sünder for unbegreifliche, ihm so wenig bedeutende Gefühl der Pflicht haben; der Tod umwandelt die Gestalt der Dinge! Nur schrecklich für den, welcher feine Wünsche und Hoffnungen alle diesfeits des Grabes laffen muß, führt er, als ein ernster aber freundschaftlicher Jüngling, den Frommen ins beffere Vaterland, zeigt ihm neue Aussichten der Beseligung, die sich an sein ehmaliges Streben nach Tugend und Sittlichkeit anschließen, und weiset ihm den höhern Standpunkt an, auf welchem er weitere und schnellere Schritte zu seiner Vollendung machen soll. moins73.600
Wenn ich einst todt bin, wenn mein Gebein wie Staub Lange zerstreut ist, wenn du mein Auge, nun
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Ueber das Schicksal meines Lebens gangsdoll d moddasou Ausgeweint haft, und gebrochen zufällft.Dann wird ein Tag seyn, dann werde ich auferstehen Dann trennt kein Schicksal mehr die Seelen, dualDie du einander, Natur! bestimmtest.
Dann wiegt die Wage des Gerichts in der Hand, Gott Glück und Tugend- einander gleich
is
Was in der Dinge Lauf mistlingt,)
Tönt dann in ewigen Harmonieen.
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Wie mildert dieser erhabene und erquickende Gedanke nicht die Wehmuth, und den schmerzvollen Ernst, mit welchem wir heute das Andenken so vieler Lieben, die der Tod von uns getrennt hat, feyern! Ueberzeugt, daß in die


