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wandern, fo bald es unser ernsthafter Wille ift! Keine Versuchungen, teine sinnliche Lust, nichts kann uns Gewalt anthun, nichts kann uns zwingen, böse zu seyn! Es wohnt eine Gabe Got tes in uns, unsere Freyheit, welche jedem Reize zur Sünde troßen kann; und wenn sie sich hina reissen läßt zum Bösen, durch eigenen Entschluß, und nicht durch nånßere Mächte, dazu ver leitet wird.( Sat. 1 14.) Das, o Gott! lernen wir aus dem Beyspiele der Heiligen, die, durch deine:: Gnade und die Wahrheiten der Religion unterstüßt, Meister ihrer Sinnlichkeit würden, und mit unerschütterlicher Treue den Beg ihrer Pflichten und deiner Gebote giengen, ohne durch so mancherlen Versuchungen des Geis zes, der Hoffart, der Wollust, und böser Ges legenheiten, überwältigt, vom Pfade der Tugend und dis sittlichen Guten abzuweichen. Sie zei gen uns auch, daß man in jedem Stande jeder Lared des Lebens tugendhaft seyn, und tugendhaft bleiben könne. Finden wir nicht überall, unter rohen wie unter gebildeten Nationen, auf dem Throne, wie in der ländlichen Hütte, im weltlichen wie im geistlichen Stande; vortreffliche Menschen, die der erkannten Pflicht in ihrer Lage nit bewunderungswürdiger Treue nachleben, unsere Schwachheit durch ihre: Stärke, unsere Wankelmützigkeit durch ihre ausdauernde Kraft, unsere stlavische Neigung zur Sünde
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