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Heiligen selbst bey ihrer nunmehrigen höhern Erleuchtung, bey ihrer vollkommnern Erkenntniß, müssen sie nicht mit noch mehr Uebers zeugung, als wir selbst, ausrufen und singen: Wer ist, wie unser Gott? Er, der hoch droben wohnt, und doch hinab schaut auf die Himmel und den Erdboden! Er, der auf richtet aus dem Staube den Elenden, aus dem Kothe erhöhet den Armen!( Ps. 112.) Unermeßlich ist seine Kenntniß; Er giebt dem Müden Stärke, und den Kraftlosen führet er mit Macht.( Jef. 40.) Jede heilsame Gabe, und jedes ächte Geschenk kommt von ihm herab, dem Vater des Lichtes, ben wels chem kein Wechsel ist, auch kein Schatten von Veränderung.( Sat. 1, 17.)
Das Andenken an heilige und tugendhafte Menschen sey uns also vorzüglich darum wichtig, weil wir aus der Betrachtung ihrer Tugenden lernen, was der Mensch Gutes thun kann, wenn er mit Ernst und Nachdruck will, und deiner Gnade, o Gott! durch männliche Mitwirkung entspricht. Sie zeigen uns die Kraft und den Sieg unserer Freyheit über alle Anreizungen der Sinnlichkeit. Wir sind frey,( welch ein erhabe: ner Gedanke!) und können die Fesseln böser Gewohnheiten zerreißen, wenn wir wollen. Wir find frey!( welch ein ermunternder Gedanke!) und können den beschwerlichen Weg der Pflicht
Per
MMY


