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Will man auch gewisse Stunden für das Gebet bestimmen, so wähle man die Morgenund Abendstunden. Am Morgen kann ich die Gelegenheiten, die sich den Tag hindurch mir anbieten werden, Gutes zu thun, und die Veranlassungen, in welche ich geführt werden könnte, Böses zu verüben, gleichsam mit einem Blicke überschauen, und dann Gott feyerlich geloben, nie meine Pflichten zu vers gessen, nie gegen seinen Willen zu Handeln. Dadurch wird meine Seele gestärkt, den sinne lichen Begierden zur Ausschweifung muthig zu widerstehen. Das Gewissen wird zu einer Wachsamkeit erweckt, die es verhindern wird, daß mich keine Thorheit so leicht überrasche. Am Abend prüfe ich mich selbst, im Anges sichte Gottes, ob ich die guten Vorsätze auch erfüllt, und wie weit ich es in der Besserung meines Herzens gebracht habe? Giebt mir das Gewissen Zeugniß vom Wachsthume im Guten, so wird sich Freude über meine Seele vers breiten, und diese Freude wird ein neuer, wiewohl nicht der vornehmste Bewegungsgrund zu fernern edlen Handlungen seyn. Nehme ich aber meine Verschlimmerung wahr, so werde
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