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Morgen- und Abendopfer in Gesängen / von Joh. Heinrich Wilh. Witschel
Entstehung
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Samstag Abend.

Vater, alles eilt zu seinem Ende,

Alles folgt dem Ruf der Sterblichkeit; Unvermerkt entfliehen meine Tage In das graue Meer der Ewigkeit. Wohl mir, daß ich nicht vergebens hoffe, Daß mein Glaube nicht vergånglich ist; Die Gewißheit ruht an meinem Herzen, Daß du dort, auch dort mein Vater bist. Daß ich jene Sterne wieder finde, Wenn die letzte Sonne niedersinkt, Daß ein lichtes Eden für mich grünet, Wenn die dunkle Nacht des Todes winkt; Daß ich lerné, was ich angefangen, Hier nur träumen, nicht vollenden kann, Daß ich mich erst meines Wesens freue, Auf der groffen, hellen Sternenbahn; Dieses ist der liebliche Gedanke, Der wie Blumendüfte mich umweht, Dieses ist der Glanz im dunklen Thale, Der wie Gottes Sonne vor mir steht.

so schwinde denn du goldne Stunde, Süsses Leben, eile schnell vorbey;