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Morgen- und Abendopfer in Gesängen / von Joh. Heinrich Wilh. Witschel
Entstehung
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Mittwoch Abend.

Du, der allen Wesen ihre Lage,

Schmerz und Freuden, weislich zugezählt; Du, der für den Wurm das Loos im Staube, Für den Engel Himmelslicht gewählt Weltenlenker, großer Herr der Zeiten, Auch mein Schicksal steht in deiner Hand; Doch hienieden, wo der Frrthum wohnet, Bleibt dein Rath uns Schwächen unbekannt. Fern vom Lichte, wo der Weisheit Schimmer Sich verliert im dunklen Erdenschacht, Wie der Abendstern, die kleine Lampe, In dem weiten Grab der Mitternacht Fern vom Lichte hilft uns nur der Glaube; Unser Wissen schwebt in Dunkelheit,

Wenn kein milder Strahl aus bessern Welten Das Gewölke der Vernunft zerstreut. Ohne diesen Aufblick voll Vertrauen

Zu der Gottheit, die den Menschen liebt, Ware unser Lebenstag auf Erden,

Wie die Nacht, die Flur und Wald umglebt. Vater, o ich will, ich darf es glauben:

Du blickst freundlich auch auf meinen Pfad, 32

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