Druckschrift 
Morgen- und Abendopfer in Gesängen / von Joh. Heinrich Wilh. Witschel
Entstehung
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Wenn mein Nachen an dem Grabstein bricht. Heiligthum, wo Gottes Sterne brennen, Schönes Land, wo alles Klarheit ist, Wo der Geist, von Himmelsluft gehoben, Alles, nur die Wahrheit nicht vergißt. O mein Auge blicket nicht vergebens In das große, stille Heiligthum, Und ich ahne nicht umsonst im Kerker Fene Freyheit in Elysium.

Frey von Banden, die das Herz bestricken, Frey von Wahn und Geistessclaverey, Bater, laß mich meinen Lauf vollenden, Daß ich jener Palme würdig sey. Daß ich nicht mit Schaam hinüberblicke, Wo die Wahrheit auf dem Throne sitt; Daß ich die Gerechtigkeit nicht scheue, Deren Schwerdt hin über Welten blißt. Laß mich nie das Eitle liebgewinnen, Bater, gieb mir Weisheit und Verstand, Gieb mir stille Demuth und vor allem Einen Sinn für jenes Vaterland. Deine Sterne blinken freundlich nieder, Deine Schopfung schlummert friedlich ein. Alles ruht am großen Vaterherzen;

Auch mein Schlaf wird sanft und stille seyn.

Mitt

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