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Morgen- und Abendopfer in Gesängen / von Joh. Heinrich Wilh. Witschel
Entstehung
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VI- V

Vorrede zur vierten Auflage.

Da die dritte Auflage im Jahre 1807 nur wenige unbeden­tende Verbesserungen erhielt, so war es nicht der Mühe wertb, darauf aufmerksam zu machen. Diese gegenwärtige Auflage aber bat einige Vermehrung durch die Wettergefänge von Seite 195 bis 204 erhalten, welche ich seit dieser Zeit, mit einer gewissen Vorliebe, der Natur nachgebildet babe, so gut ich konnte. Das Donnerwetter ist das Drama der Nas tur, und alle religiösen Sånger von Hiob und David bis auf Klopstod fanden sich durch diese feverliche Darstellung zur himmlischen Begeisterung entflammt. Das Feuer vom Himmel sezte die ersten Altáre in Flammen, heißt es. Was re dieser Ausdruck der Poesie, so bieffe es mit andern Wors ten: Der Blik und Donner erweckte bey den Menschen zue erst, wo nicht den Gedanken an Gott, doch die erste Regung der Andacht. Dadurch aber hätte jede Wetterscene eine bes fondere Wichtigkeit für den Menschen. Sobald ich wieder Gelegenheit babe, ein Wetter ruhig zu beobachten und mich die heilige Begeisterung ergreift, so werde ich jene erhebende Ansicht besonders im Auge zu halten suchen. Auch werde ich mit der Seit noch eine Christenepistel nachfolgen lassen, in welcher ich die Geseke bestimmter angeben möchte, nach wel: chen dereinst, meiner Meinung nach, eine Christenvereinis

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