Druckschrift 
Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

26

Bon Gott, dessen wesen

4. Trüben sich auch meine so, wie du, beglücken kann? Tage; hinweg mit jeder Einst umfrablet, gleich der Sammerflage! nur du, mein Gonne, mich ewig, emig licht Bater, trübest sie. Licht ent- und Wonne, geh ich nur strömt den Dunkelheiten; gern auf seiner Babn. Dann du wiast nur Segen mir be- schwebt mein Geift empor, reiten, und Trost und hoffe und fingt im Sternenchor: nung fehlt mir nie. Vor Liebe! Liebe! Operr der Zeit dir entweicht der Schmerz, und Ewigkeit! Ich weiß, daß und froh erfährt mein Herz du die Liebe bist. Deine Liebe. Wenn alles bricht; ich zage nicht! Du reichst Geduld, Du reichst mir deine Baterhand.

Geduld,

5. 2d! mie kann ich dir vergelten, was du, Beherrs scher aller Welten, mir ar­men Erdbewohner gibst? Sünde häuf ich oft auf Sun­de, und dennoch seh' ich und empfinde, daß du, Erbar­mer, mich noch liebst. Du bast Geduld mit mir, und locft mich hin zu dir durch die Liebe. Und wer dich ehrt und wiederkehrt, o Preis dir! den begnadigst du,

6. Ja, du willst der Sün­der Leben. Selbst deinen Gohn hast du gegeben, daß er ihr Seelenretter sei. Weiß­heit kam mit ihm hernieder; er litt und starb für seine Brüder, und sprach ihr Herz von Nengsten frei. D Gott, was fühlt mein Geist! Wie ftaunt, er nun und preist deine Liebe! Dein Sohn er fchien! du fandtest ihn! Wie hoch hast du die Welt geliebt! 7. Gott, ich will dir folg­fam werden. Wer ist im im Himmel und auf Erden, der

Langmuth und Gnade Gottes.

Mel. Ein Lämmlein geht it welcher Lang

40. Mit muth und

es

duld trägst du die Mens schenfinder, o Gott! Uuch bei gehäuster Schuld trågst du die frechen Sünder! Sie nahen dem Verderben sich; du siehst es, und es jammert dich des Elends dieser Ar­men. Daß sie demselben noch entfliehn, suchst du ihr Herz zu dir zu ziehn, qus innigem Erbarmen.

2. Du gönneft ihnen Zeit und Raum, noch in ihr Herz zu gehen, du läßt den un­fruchtbaren Baum nicht ohne Pflege stehen. Du schonest sein von Zeit zu Zeit; ver­ziehest, von Barmherzigkeit, ihn gänzlich abzubauen. D welche Langmuth und Ge­duld! Wer sollte deiner Va­terhuld nicht inniglich vers trauen?

3 Erbarmest du dich schon so febr felbft frevelhafter Sun­

der:

Univ.- Bibl. Giessen