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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen
Entstehung
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Herz durchschaun. Erblickt du mich auf bösen Wegen, so führe mich auf deine Bahn und laß mich einst am Ziel den Segen der Frömmigkeit von dir empfahn!

Weisheit Gottes.

el. Wer nur den lieben

u weiser Schöpfer

26.0" aller Dinge, der

alles weiß, erkennt, ver­steht! Nichts ist so groß, nichts so geringe, daß nicht nach deiner Ordnung geht. Denn der Geschöpfe ganzem Chor schreibst du Maaß, Ziel und Regel vor.

2. Die vielen wundervol­len Werke, was unfern Aue gen fern und nah, stehn als Beweise deiner Stárke, als Beugen deiner Weisheit da. Unendlich, Herr, ist dein Verstand: der ganze Welt­bau mechts bekannt.

5. Die Menge so verschied ner Willen, wo jeder seinen Weg erwählt, muß doch den Deinen bloß erfüllen, der sei­nes Zieles nie verfehlt, und aller Feinde stolzen Wahn als Unvernunft beschämen kann.

6. D Weisheit! decke mei­ner Seele die angeborne Thorheit auf, damit sie dich zum Leitstern wähle auf ihrem sonst verwirrten Lauf. Ich weiß den Weg zur Wohlfahrt nicht, drum leite mich dein sichres Licht.

7. Du hast mich durch mein ganzes Leben nach deinem weisen Rath geführt. Mein Geist muß die die Ehre ges ben, daß du aufs Beste mich regiert; o leite mich durch Weit und Zeit hinüber in die Ewigkeit!

Mel. Gott des Himmels und der Erde

3. Mit eben diesen Mei­fterhånden, mit welchen du

die Welt gemacht, regierft 27.Unerforfchlich fei mir

du auch an allen Enden, was dein Verstand hervorge, bracht. Du brauchst, o unere schaffnes Licht! der Menschen Rath und Beistand nicht.

meinesGot­tes Weg und Rath, und die Nacht sei ohne Scimmer, die mich hier umschattet hat; doch ist alles, was er thut, wie's auch scheine, weif und gut.

4. Was du zu thun dir vorgenommen, frönt auch, so bald du willst, die That; wenn tausend Hindernisse Tommen, so triumphirt dein hoher Rath. Den besten Zwed, wählt dein Verstand; die Mittel stehn in deiner Hand.

2. Sollte ich meinen Gott nur loben, wann ich seine Absicht seh? Pflicht ist's, ihn auch dann zu loben, wann ich sie noch nicht versteh! Frevelt der nicht, welcher Flagt, daß ihm Gott mehr Licht versagt? 3. Soll