Wettergebete.
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müthiglich: Du wollest unser Land segnen, und ein gnädiges fruchtbares Gewitter geben, daß alle Früchte der Erde ohne Hinderniß wach: sen und die Bäume wohl tragen: wollest sie auch vor Schlossen und Hagel, vor Plaßregen Raupen, Ungeziefer, Brand, Mehlthau, und allem, was ihnen schädlich ist, väterlich behüten: auch allen Samen und alle Früchte des Feldes in Frost, Kälte, Eis, Schnee, Hitze und Dürre, in starkem Regen und allem vorfallenden Wetter gnädig erhalten, daß sie nicht Schaden nehmen, und wir also durch Deine väterliche Fürsorge vor Mißwachs, Theurung, Hunger und Kummer mächtig beschüßet, und Menschen und Vieb mit Deinem reichen Segen erfüllet werden. Uch Herr! straf uns nicht in Deinem Zorn! und laß das Land nicht feiern in Deinem Grimm, daß es nicht wüste liege und unfruchtbar bleibe; schließe den Himmel nicht zu um unserer Sünde willen, daß er nicht werde wie Eisen, und die Erde wie Erz: sondern thue uns Gutes, gib Regen und fruchtbare Zeiten, und erfülle unsere Herzen mit Speise und Freuden, thue Deine Hand auf, und sättige alles, was lebt, mit Wohlge: fallen. Uch Herr! verlaß uns nicht mit zeitlicher Nahrung, sondern versorge uns reichlich; gib uns unsern bescheidenen Theil Speise und unser tägliches Auskommen: auf daß wir in allen Dingen Deine göttliche Kraft und milde Hand mit Danksagung erkennen, und Dich immerdar loben und preisen: der Du uns reichlich ernährest an Leib und Seele, hier zeitlich und dort ewiglich! Amen.


