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Benjamin Schmolcken's Gott geheiligte Morgen- und Abendandachten in gebundener und ungebundener Rede : mit noch andern trostreichen Gebetne mehr, und sehr vielen erbaulichen Liedern versehen ; in zwei Theilen ; sammt der Lebensbeschreibung des sel. Authoris., vermehrt mit Festandachten und Wettergebeten
Entstehung
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Geistreiche und andächtige

Hütten. Die Wetterstimme des Herrn hat sich auf unser Gebet gelegt, darum sollen wir nun auch unsere Stimme zu seinem Lob erheben; des Donners Grausamkeit hat er verwandelt in eine stille Lieblichkeit zu vernehmen unsre schuldige Dankbarkeit: darum sollen wir uns auch hören lassen, Gott mit gebührender Dank­sagung zu verehren, daß er uns zur andern Zeit wiederum erhöre, und auf unser demüthiges Flehen gnädige Hilfe beschere. Denn es soll ein Unterschied senn unter uns Christen und dem gottlosen Welthaufen, welche, wie unver­nünftige Thiere, der Gaben und Gutthaten Got­tes ohne alles Nachdenken genießen, zum Verder= ben ihrer Seele dahin leben, nie an Gott geden­ken, alle seine Hilfe und Rettung in den Wind schlagen, ja wohl nie zu Gemüth führen, daß die Errettung von Gott komme, und sie deß­wegen, wenn sie einem großen Unglück und Gefahr entgangen, ihm zu danken schuldig senen. Daher findet man immer neun oder mehr Un­dankbare, bis sich nur ein Dankbarer findet. Von diesen sollen wir uns absondern, und es mit denen halten, deren größte Freude ist, wenn sie Gott ohne Unterlaß, mit fröhlichem Schall loben sollen. Denn, wie Gott dem Herrn nichts so sehr mißfällt, als der Undank, wel­chen er seinem Volk oft mit harten Droh­worten hat lassen vorwerfen, und durch Salo­mon gesagt: eines Undankbaren Hoffnung werde wie ein Reif im Winter zergehen, und wie ein unmüts Wasser verfließen: also läßt er sich die Dankbarkeit über alles gefallen; darum fagt er selber: opsere Gott Dank, und bezahle