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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche für die Stadt und das Herzogthum Magdeburg : nebst einem Anhange einiger Gebete zur häuslichen Erbauung
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Alles, was wir eingesammelt haben, nur dein Eigens thum sey, und wir als Haushalter darüber gesetzt sind, die durch Mißbrauch der anvertrauten Güter, durch Ueppigkeit, Verschwendung und Faulheit sich derselben unwürdig und dafür verantwortlich machen würden. Wir wollen, was deine Güte zur Nahrung und Noth durft, zur Erquickung und Freude des Lebens uns wies der bereitet hat, mit Danksagung empfangen, und mit Mäßigkeit und Zufriedenheit genießen. Nicht bloß für uns, nein, auch für unsere dürftigen Mitmenschen hast du, Bater aller Menschen, uns so reichlich ernten lass fen. Die Wittwe und die Waise, der Verlaffene und der Arme hat, nach deinem väterlichen Willen, auch Ans sprüche auf einen Theil unsrer Borräthe. Und so wollen wir ihnen diese Ansprüche nicht hartherzig versagen; wollen von unserm Ueberflusse auch den Bedürftigen und Nothleidenden erfreun und erquicken. So laß uns, seg nender Bater, mit menschenfreundlichen Herzen deines Segens uns freun, und durch deine wohlthuende Güte im Guten geübt und gestärkt, dadurch ermuntert und angefeuert werden, nach edlern und höhern Gütern zu trachten, die unserm Geiste bleiben, und unvergånglich find. So laß uns der ewigen Ernte entgegen reifen, wo wir die Früchte eines weisen Gebrauchs deiner irdis schen Geschenke, eines gut geführten frommen und tus gendhaften Lebens von deiner vergeltenden Gnade hoffen können! Amen.

Trostgebet nach einer dürftigen Ernte. Du bist immer weise und gütig, Herr unser Gott, wenn wir gleich deine Gedanken und Wege nicht vers stehn; dein Rath ist wunderbar, aber du wirst ihn herrs lich ausführen. Zwar mit Wehmuth denken wir daran, daß du unsre Hoffnung einer ergiebigen Ernte in diesem Orte nicht erfüllt, sondern durch eingetretenen Mißwachs haft vereitelt werden lassen. Aber auch bey diesem Vors falle demüthigen wir uns vor dir. Auch bey dieser Ents ziehung deines Segens erkennen wir es, daß du noch im mer unser gütiger Vater bist. Hast du uns doch, ben allem