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Bestimmung des Menschen,
stürbe, ganz, des Todes Raub, verdürbe?
5. Nein, Verächter, mei nen Glauben, daß ich nicht ganz sterblich sey, soll kein Blendwerk je mir rauben, keines Leichtsinns Spötte: rei! Meine Seele ist kein Rauch, ist ein Funken, ist ein Hauch, den ich von dem Schöpfer habe, ihn verweht kein Sturm im Grabe.
6. Geist! das ist mein hoher Name. Dieser Leib ist Hülle nur; einst des edlern Leibes Same auf der Auferstehung Flur! Wie ein Sa: menkorn verdirbt, Frucht zu tragen, also stirbt auch mein Leib, ein höh'res Leben ei nem edlern eim zu geben.
7. Nein, Gott schuf nicht unsre Seelen blos für einen Augenblick; schuf sie nicht, um sie zu quälen; schuf sie für ein ewig Glück. Nur für dieses schuf er sie; Seelen, Seelen sterben nie; selig machen, oder richten, wird er sie, und nicht vernichten!
8. Dieser heiße Durst im Herzen nach der Unvergänglichkeit; dieser Drang in Leid und Schmerzen nach der Heimath aus der Zeit
Zeugen, Bürgen sind sie mir, daß ich mich, mein Gott zu dir, daß ich einst, wohin ich strebe, mich) erheb', und ewig lebe!
9. Du, o Schrecken, im Gewissen der Verbrecher; du, o Ruh', und, was Fromme nur genießen, hoher Friede Gottes, du— Zeugen, Bürgen send auch ihr, wann der Tod mich schre cket, mir, daß mein Geist nicht sterben werde, wann der Leib zerstäubt zu Erde.
10. Dank't es Jesu, Got tes Kinder, daß euch keine Zukunft schreckt; daß des Todes Ueberwinder einst die Schlummernden erweckt! Euch empfängt, send ihr ihm gleich, wann ihr sterb't, ein himmlisch Reich, wo zu einem bessern Leben Gott die Seinen wird erheben.
11. Ewig, ewig werd' ich leben; sicher der Unsterblichkeit, streb' ich), mich empor zu heben über jeden Traum der Zeit. Wandeln will ich vest und still, jeden Pfad des Rechts, und will unverrückt zum Ziele streben, hier schon für den Himmel leben!


