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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche für protestantisch-evangelische Christen
Entstehung
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Bestimmung des Menschen,

Allem streben, was groß und edel heißt; verlieh dir hoher Gaben und reger Kräfte viel; denn glänzend und erhaben ist, Sterbli: cher, dein Ziel.

2. Was sind die Seelen­kräfte des Thier's, das nicht vernünftig denkt? Auf thierische Geschäfte sind sie vom Schöpfer eingeschränkt. Es kann bei blinden Trie­ben, die es befolgen muß, nichts suchen und nichts lie­ben, als sinnlichen Genuß; steht auf der Schöpfung Lei­ter, o Mensch, tief unter dir, und steiget hier nicht weiter; du bleibst sein Herr scher hier.

3. Mit edlern Fähigkei­ten, die ewig wachsen, pran­gest du, und an Vollkom­menheiten nimmst du durch Fleiß und Uebung zu. Du mehrst der Weisheit Schä­he, indem du täglich lernst, vollbringst des Herrn Gese: tze stets leichter, ist dir's Ernst. Du darfst nur stand haft ringen, so stärkt sich deine Kraft, dich selber zu bezwingen, und du wirst tu gendhaft.

4. Ja, legst du deine

Mängel bey steter Selbst­veredlung ab, so prangst du dort als Engel, umfaßt gleich deinen Staub ein Grab. Dort sieht dein Geist stets heller, was er hier dunkel sah, und wächst im Guten schneller, als es einst hier geschah. Hier wandelst du auf Erden, als Kind, an Gottes Hand, um dort ein Mann zu werden, an Kraft und an Verstand.

5. Groß ist dein Seelen­adel; dein Ziel ist die Voll­kommenheit. Ein Leben ohne Tadel führt dich, o Mensch, zur Seligkeit. Heil ewiglich dem Frommen! Er folget immerdar dem Jesu, der vollkommen, wie Gott, sein Vater, war. Drum wird er einst, erhoben hoch über Tod und Grab, den Gott voll­kommen loben, der Men­schenwerth ihm gab.

6. Lobsinge, Mensch, lob­singe dem Herrn; denn ewig ist dein Loos! Sen thätig, strebe, ringe, so wirst du edel, gut und groß. O, trag' der Leiden Bürde getrost, als Christ und Mann, weil sie des Geistes Würde erhö­ben soll und kann. Stets