Bestimmung des Menschen,
4. Du schufst mich zur| der Menschheit Werth zu Geselligkeit und für der schätzen. Freundschaft Freuden; gabst mir ein Herz voll Fühlbar keit für Andrer Glück und Leiden; noch mehr, ein Herz, das fähig ist, sich dein, der du mein Vater bist, zu freu'n, und dich zu lieben.
8. Und diese Würde zu entweih'n, sollt' ich gleich Thieren handeln; der Sinnlichkeit ergeben seyn, nicht rein und heilig wandeln? Fern sey ein solcher Sinn von mir! Bewahre mich, mein Gott, dafür, daß ich mich so nicht schände!
5. In stiller Andacht kann mein Geist sich bis zu dir er: heben, dir, den die ganze Schöpfung preist, auch Preis und Ehre geben. Auch ich kann thun, was dir gefällt, und um mich her in deiner Welt, was nützlich ist, verbreiten.
2
6. Nicht blos für diese kurze Zeit riefst du mich in dieß Leben, zu Freuden ei ner Ewigkeit soll sich mein Geist erheben; und wird auch gleich der Leib zu Staub, so bleibt er nicht des Grabes Raub; du wirst ihn auferwecken.
9. Gib, Vater! daß ich allezeit auf mein Gewis sen achte, nach Weisheit und nach Frömmigkeit mit allem Eifer trachte; dich liebe, und mich deiner freu', und so des Vorzugs würdig sey, den du mir hast ver: liehen.
durch ihn geehrt! Wie ernst lich durch ihn selbst belehrt,
ent:
10. Stets will ich nach Vollkommenheit mit allem Eifer trachten, und mich), weil Sünde mich weih't, zu hoch für Sünden achten. Nur wer nach diesem Adel strebt, und seines Vorzugs würdig lebt, kann sich der Menschheit freuen.
7. Vom Himmel kam, gesandt von dir, dein Sohn zu uns auf Erden; er kam und ward ein Mensch, wie wir, der Menschen Heil zu
Mel. 40. Es ist das Heil uns ic.
werden. Wie hoch sind wir 2. Wie wichtig ist doch
der Beruf, den du mir, Gott, gegeben! Als einst


