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Beschreibung der Wunder
das habe sie gethan, und als sie nach Hause kam, lag fie eine Zeitlang sehr krank und aß gar wenig. Auf eine Zeit, als sie allein war, sagte sie, unsere liebe Frau sey zu ihr gekommen in der Gestalt, wie sie das Kind im Arme trägt; darauf wie sie allhier zu Kientheim steht, und habe mit ihr geredet; sie follte sagen, welch großes Uebel in diesem Lande allenthalben mit bösen Schwüren vorgienge, und daß fortan Niemand mehr schwören sollte, oder es würde große Plage über die Flucher ergehen; man follte auch am Feierabend feiern und nach der Feierabendzeit nicht mehr arbeiten, und wer dieses nicht glauben und nicht davon lassen wollte, dem werde keine Frucht wachsen. Man sollte es so versuchen. Zwei Personen sollen neben einander säen, welche das glauben, werde ihre Frucht gut und gerecht, die es nicht glauben, deren Frucht solle nichts werth seyn. Da glaubten sie, sie spräche dieses aus verwirrtem Haupte, weil sie nicht effen noch trinken wollte, oder sie habe einen bösen Geist bei sich. Also habe der obengenannte Magister Petrus Michel, in Gegenwart des Herrn Friedrich von Münstrol, Ritter Ihres Großvaters des Junker Hans Ulrich von Rop= pach, des Junker Hans von Wesfenburg, des Junker Fulbach von Graffwil, des Clade Störe, des KirchHerrn von Pfeffingen, und sonst vieler Edelleute und Priester mit der obgenannten Elisabeth, vom chriftlichen Glauben, alles das, was ihnen gut dünkte, viel geredet. Dem habe sie alles Vorgenannte auch gesagt, und ihm vernünftige und ehrbare Antwort in lateinischer Sprache gegeben, da sie doch zuvor kein Latein reden konnte; darum sie ihren Reden keinen Glauben beimeffen wollten, auch haben sie davon keinen Glauben, sondern besorgten, sie wäre von einem bösen Geiste beseffen. Da sprach sie: Ihr wollt


