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Mirakel-Buch, worin hundert und etliche achtzig Wunder erzählt werden, die in der Wallfahrtskapelle zu Kientzheim im Elsaß ehemals geschehen sind ; nebst einer kurzen Geschichte von Kientzheim und der dortigen Liebfrauen-Wallfahrt / durch P. Bernardin Buchinger, weiland Abt zu Lützel und Maulbronn
Entstehung
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Beschreibung der Wunder

dazu gekommen, und den Unfall von einem andern Kind erfuhr, da wollte sie nach dem Kinde, welches im Brunnen lag, hineinspringen; rief indessen unsere liebe Frau allhier zu Kientzheim an, sie möchte ihr helfen, damit sie das Kind lebendig herausbringe und verhieß dabei ein Opfer nach Kientzheim, wozu sie sich verpflichtete, wofern Vater und Mutter solches zu entrichten sich weigern sollten. Hierauf nahm sie einen Hacken, mit dem man das Wasser schöpft, griff nach dem Kinde und brachte es lebendig aus dem Brunnen.

156.

Lin todtes Kind wird wieder lebendig.

Margaretha Helsche von Münster sagt, sie wäre dabei und mit gewesen, da Agnes Merle, die Frau des Gerhard, des Statthalters zu Münster, ein Kind geboren hätte, an dem sie und andere Frauen kein Leben bemerkten. Da brachen sie ihm den Mund auf, und verhießen dasselbe, wie auch die Mutter mit ihm, zu unserer lieben Frau. Auf die Stunde kam das Kind zum Leben, und war sammt der Mutter den Freitag nach Quasimodo allhier.

157.

Ein Unsinniger kommt wieder zum Verstand.

Bastian von Flarlanden lag in großer Krankheit, wurde wüthend, nahm ein Messer und stach sich selbst in den Hals. Seine Frau, die einen Schrei hörte, lief herbei, und sah das Messer im Hals stecken. Sie lief von ihm und schrie um Hülfe. Als dieser das Geschrei hörte, fuhr er auf, zog das Messer aus dem