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Mirakel-Buch, worin hundert und etliche achtzig Wunder erzählt werden, die in der Wallfahrtskapelle zu Kientzheim im Elsaß ehemals geschehen sind ; nebst einer kurzen Geschichte von Kientzheim und der dortigen Liebfrauen-Wallfahrt / durch P. Bernardin Buchinger, weiland Abt zu Lützel und Maulbronn
Entstehung
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zu Kienkheim.

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ten ein langes Seil mit ihnen, und sagten, wie sie von den Burgundern gefangen und nach Fackenai in einen Thurm gefangen gelegt wurden; da hätten fie die Mutter Gottes allhier zu Kientheim angeru­fen, und seyen am Seile zwölf Schuhe hoch aus dem Thurme gestiegen. Darauf seven sie in ein neues Zimmer gekommen, wo ein Seil war, mit dem sie sich achtzig Schuh hoch von dem Thurme in den Graben ließen; einer schwamm mit dem Seile durch den Graben, und zog. damit die andern zwei, weil sie nicht schwimmen konnten, nach. Ein jeglicher verhieß sich hierher mit einer Gabe, welche sie auch unserer lieben Frau aufopferten.

135.

Lin überfahrenes Kind bleibt unverletzt.

Den letzten Samstag vor St. Martins Tag kamen hierher der ehrbare Clewin Senner und seine Haus­frau von Uffholt, und sagten bei ihrer Treue an Eides statt, sie hätten ein Kind, welches zu Uffholtz an der Straße geseffen habe, und welchem in diesem Herbste einer mit einem Karren, darauf sieben Bütten mit Wein waren, über seine beiden Füßlein fuhr; da riefen beide unsere liebe Frau allhier zu Kientheim an, damit daß Kind nicht um seine Füßchen käme. Sobald dieß geschehen, wurde dasselbe auf die Stunde wieder besser, und es fehlt ihm nichts mehr.

136.

Ein blindes Kind wird sehend.

Den Dienstag nach St. Martins Tag war Wil­helm Schneider von Reichenweiler hier, und sagte

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