Beschreibung der Wunder
132.
Ein Knabe wird aus Todesnöthen errettet.
Peter von Ensisheim, von dem heiligen Kreuze, und Gertrud, seine Hausfrau, brachten einen Sohn, Namens Hans, zwölf Jahre alt, und sagten, er sey hoch herab auf eine Tenne gefallen, so daß ihm die Augen vor dem Kopfe Herauslagen, und er am Sterben war; sie verhießen ihn mit einem Opfer zu der Mutter Gottes nach Kientheim. Auf der Stelle wurde es ihm besser. Dieß geschah am letzten Sonntag vor St. Blasius, im Jahre 1474.
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133.
Lin ertrunkenes Kind wird. lebendig.
Am St. Johannes Tag, 1476, kam die Frau des Stoffel Siegrist von Neuenburg hierher, und brachte mit ihr ein Kind, Namens Franz, welches zu Neuenburg in den Bach gefallen, ertrunken und eine ganze Stunde todt gelegen. Es war vom Wasser, welches es verschluckt hatte, dick geschwollen; sie hängten dasselbe an die Füße auf, damit das Wasser aus ihm laufen sollte, und verhießen es gleich zu unserer lieben Frau. Sobald dieß geschehen, wurde es gesund. Die Frau brachte das Kind hierher, und entrichtete ihr Opfer.
134,
Drei Gefangene werden wunderbar los.
Den Donnerstag nach St. Johannes Tag kamen Jakob Brünig von Hohen- Rödern, Peter Kemmer und Hans Seiler von Rotenburg, hierher und brach


