zu Kientheim.
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121.
Lin Kind, welches man für todt hielt, wird geſund.
Den Sonntag Quasimodo, 1472, sagte Katharina seler von Andlau, bei ihrer Treue an Eides statt, sie habe ein Kind, Namens Margaretha welches in einem Bade so schwach geworden, daß es wohl auf eine halbe Stunde ohne Leben war, und es Jedermann für todt hielt. Sie rief also unsere liebe Frau allhier zu Kientzheim an, und gelobte: das Kind mit einer Opfergabe hierher zu bringen. In einer halben Stunde kam das Kind wieder zu sich und wurde gesund. Die Mutter und das Kind waren heute den Samstag mit einander hier. Gott und seine liebe Mutter seyen gepriesen!
122.
Lin Franker Mann, welcher in Todesgefahr war, erlangt Geſundheit.
Anna Schneider von Sennheim; eheliche Hausfrau des Peter von Weißenstein, sagte, daß ihr Mann so schwach gewesen sey, daß ihm Niemand mehr das Leben zutraute. Sie verhieß sich für ihn zu unserer lieben Frau, und der Mann wurde gesund. Beide machten die Fahrt und brachten das gelobte Opfer am Samstag vor St. Vitus und Modestus, im Jahre 1472.


