Druckschrift 
Mirakel-Buch, worin hundert und etliche achtzig Wunder erzählt werden, die in der Wallfahrtskapelle zu Kientzheim im Elsaß ehemals geschehen sind ; nebst einer kurzen Geschichte von Kientzheim und der dortigen Liebfrauen-Wallfahrt / durch P. Bernardin Buchinger, weiland Abt zu Lützel und Maulbronn
Entstehung
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Beschreibung der Wunder

Leonhard Hueber zu Herrenberg, sagt, fie sey in einer großen, schweren Krankheit sechzehn Wochen lahm und hoch geschwollen gewesen, daß man sie beben und legen mußte, und sie sey mit den heiligen Sakramenten ganz versehen worden. Deßhalb habe sie sich zu unserer lieben Frau nach Kientzheim ver= beißen. Um dritten Tage nach der Angelobung wurde fie gesund und gerade und konnte ihre Glieder gut ge= brauchen. Dieses ist gesagt den Samstag vor St. Veits- Tag. Im Jahre 1467.

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16.

Ein ertrunkenes Kind erhält das Leben wieder.

Irsen Erhards Frau von Rathsamhausen sagt, daß das Kind ihres Sohnes, mit Namen Barbara, aus einem Schiff in die Ill gefallen sey und voller Wasser geworden wäre, so daß es wie ein Tuch schwarz war, und da sie das Kind aus dem Wasser gebracht und ihm den Mund aufgebrochen hatte, so lief ihm das frische Blut heraus, daß sie und andere Frauen nicht anders glaubten, als daß es todt wäre. Sie ruften also die Mutter aller Gnaden allhier zu Kientzheim an, da erhielt das Kind wiederum das Leben und lebt noch, war selbst bei unserer lieben Frau allhier gewesen.

17.

Linem verwundeten und stumm gewordenen Mann wird geholfen.

Hans Stern von Rothweil sagt, er sey übel und schwer verwundet worden, ihm sey die Gurgel ab­