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Beschreibung der Wunder
nach Kientheim und sprachen: ,, Vermöchte unsere. liebe Frau wohl so viel, daß die Frau wiederum zu sich selbst kommen könne!" Auf die Stunde wurden sie gewahr, daß sie wieder zu sich selbst kehrte. Sie lag fünf Tage lang in den Geburtsnöthen, sobald aber die Frauen sie zu unserer lieben Frau verhießen, da kehrte sie wieder zur Welt zurück und genas des Kindes. Die Frau und das Kind waren bei unserer lieben Frauen zu Kientheim, auf den Dienstag, Nachts, nach den Mittel- Fasten.
2.
Der Mann vorbemeldter Srau erlangt durch die Sürbitte Marià einen Sohn.
Die ebengenannte Frau Magaretha sagte auch, daß ihr Mann Anton Güldenring, Wächter zu Neuenburg, in der Zeit in großer Trübsal gewesen; er gieng zu Neuenburg in die Kirche, und rufte unfere liebe Frau zu Kientheim, die Mutter aller Gnaden, an, ihm einen fröhlichen Anblick zu verleihen; würde das Kind ein Knabe, so wollte er bewirken, daß er Gott und unserer lieben Frau dienen müßte; würde es eine Tochter, so wollte er ein Gleiches thun. Auf die Stunde kam eine Frau und heischte ihm das Botenbrod, er hätte einen schönen Sohn 2c. Das ist gelobt bei weiblicher Treue an Eidesstatt.
3.
Line lahme Srau wird gesund.
Eva, Jungfrau des Junkers Andreas von Hungerstein zu Gebweiler, sagt, daß sie neun


