446
Communionandachten.
Gott ergeben, so keusch, so ge- den werde auf den Tag unsers recht, so geschäftig im Guten, so Herrn Jesu Christi. Amen. demüthig, so sanftmüthig, so ge= buldig, so versöhnlich, so himm=
lisch gesinnt zu werden suchen, als Gebrauch des heiligen
Jesus Christus auch war.
Ich
Abendmals.
muß hier schon so denken, urtheis
Ien und handeln lernen, wie man Vor dem Genusse des heili
dort denket, urtheilt und handelt. Ich muß hier lieben, was man dort liebt, hier verabscheuen und
gen Abendmals.
So
verdammen, was man dort verabscheuet und verdammet, trachten nach dem, was droben ist, da Christus ist. Ja das muß ich thun. muß ich denken und handeln, so leben und sterben. Und dazu fühle ich mich jest durch deine Liebe und die Liebe Jesu Christi erweckt und gedrungen. Dazu mache ich mich jest in deiner Gegenwart und im demüthigen und gläubigen Vertrauen auf deine Hülfe und den Beistand deines Geistes anheis schig. Mit diesen Gesinnungen und Entschließungen will ich den Leib Jesu im heiligen Abendmale essen und sein Blut trinken.
Gott, thue Gnade zu Gnade hinzu. Stärke mich, dein zwar aufrichtig gesinntes, aber schwas ches Kind, diesem Entschlusse treu zu bleiben bis in den Tod. Laß deine Güte, Geduld und Lang: müthigkeit, die du zeither gegen mich Sünder bewiesen hast, mich zur Buße, zu einer gänzlichen Besserung meines Herzens und Lebens leiten. Mache mich auf merksam und recht bekümmert um das Heil meiner Seele. Hilf mir, die Fehler, die Sünden und bösen Gewohnheiten, die ich an mir habe, bestreiten und nach und nach ganz ablegen, und im Glauben, in der Liebe und in allem Guten immer völliger werden. Laß deine Kraft in mir Schwachen mächtig sein und deinen Geist mich stärken, vollbes reiten, träftigen und gründen. Laß mich nicht, Herr, mein Gott, und thue nicht deine Hand von mir, Gott, mein Heil. Heilige mich durch und durch, daß ich ganz nach Seele und Leibe unsträflich erfun
Gesegnet sei mir dieser Tag, welcher mich der herrlichsten Wunder der Liebe Gottes und seines Soh nes, Jesu Christi, erinnert, die er zu meiner Seligkeit und zur Seligkeit der Welt gethan hat. Ich freue mich in dem Herrn und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott.
Ja heiter und froh denke ich an dich, Gott der Liebe, Vater uns sers Herrn Jesu Christi, Vater und Erbarmer der Menschen. Ja dich kenne ich, als unsern Vater durch Christum, dich liebe und verehre ich als unsern Bater, deiner freue ich mich, als unsers Vaters, auf dich hoffe ich, als unsern Vas ter, von dir erbitte, von dir ers warte ich alles, was ein Kind von dem liebevollsten Vater nur immer bitten und erwarten kann. Du hast uns geliebet, also geliebet, daß du deinen eingebornen Sohn gabst. Und hast du un dei= nen Sohn geschenkt, wie solltest du uns mit ihm nicht alles schenken? Dank fei dir, inniger, ewiger Dank, daß du uns diesen Erretter, diesen Seligmacher geschenkt und durch ihn solches Heil, solchen Trost, solche Hoffnung, solche Freude und Seligkeit bereitet haft. Gelobet seist du im Himmel und auf Erden: denn du bist die Liebe.
Und wie freue ich mich deiner, wie kann ich mich deiner gnugsam freuen, Sohn des Allerhöchsten, Heiland und Seligmacher der Welt! Wie danke ich dir, und wie kann ich dir je genug danken! Du bist gekommen in die Welt, die Sünder selig zu machen. Du hast die vortrefflichste, troftvollste, se:


