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Dresdner Gesangbuch, auf höchsten Befehl herausgegeben : mit königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
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Verhalten zu besondern Zeiten.

ſoll mix graun, du wirst mein Wege flichn, nicht achten auf den Helfer

der was dir gefällt.

6. Und sollt', o Vater, diese Nacht des Leidens legte sein; wohl mir, dann ist mein Lauf vollbracht, vollbracht des Lebens Pein.

7. Laß morgen mich dein Lob besingen, und jeden Tag, den du mir giebst, nur deinen Willen froh vollbringen mit allen Frommen, die du liebst. Einst führe mich zum Himmel ein; da, da wird ewge

Schluß der Woche.

877. 47.4444 Ruhe ſein.

Mel. Wer nur den lieben sc.

So wird die Woche denn beschlos­fen. Noch immer leb' ich, Gott, durch dich, und mir ist nicht ein Tag verflossen, du schüßtest, du beglücktest mich, bewahrtest See: le, Leib und Haus und halfft aus mancher Noth mir aus.

2. Wer weiß, wie viele schwe= re Leiden, wie manche Stürme näher schon, als ich es glaubte, doch in Freuden verwandelt wurs den, oder flohn, weil du, mir länger wohlzuthun, den Stürmen noch gebotst, zu ruhn.

3. Jedoch, was hab' ich dir ge geben? Ein dankbar Herz? ein freudig Lob? ein frommes, tugend­volles Leben, das durch Gehorsam dich erhob? Ach Gott, ich sehe meine Schuld; wie unwerth bin ich deiner Huld,

4. Wie unwerth bin ich deiner Treue! Ich fühl' es tiefgebeugt vor dir. Verwirf nicht, Vater, meine Reue, vergieb um Jesu willen mir und nimm dich meiner gnädig an, den deine Huld nur

retten kann.

5. Soll ich noch länger auf der Grde dein Pilger sein, so hilf mir, Herr, daß meine Seele from= mer werde, mein Leben täglich hei­liger, daß ich im Glauben fest und treu, und eifrig im Gehor: sam sei.

878.

Mel. Bor deinen Thron tret ze.

Unwiederbringlich schnell entfliehn die Tage, die uns Gott gelichn. Die Woche kommt, und eilt da= von. Vergangen ist auch diese schon.

2. Dank sei dir, ewig treuer Gott, für deinen Beistand in der Noth, für tausend Proben deiner Treu: denn deine Huld war tågs lich neu.

3. Wenn unser Herz von Schuld befreit, sich mancher guten That erfreut, weß war die Kraft? wer gab Gedeihn? Dir, Herr, gebührt der Ruhm allein.

4. Oft fehlten wir, und merk= tens nicht. Berzeih uns die vers legte Pflicht. Du siehst, Erbar= mer, unsre Reu, um Christi wil len sprich uns frei.

5. Wir eilen mit dem Strom der Zeit stets näher hin zur Ewigkeit. Du hast die Stunden zugezählt, die legte weislich uns verhehlt.

6. Herr unsers Lebens, mache du uns selber recht geschickt dazu, daß nicht, indem wir sicher sind, der Tod uns unbereitet find'.

7. Ist einst die Zahl der Stunden voll, die unser Loos entscheiden soll, so führ' uns aus der Prüfungs­zeit zu deiner frohen Ewigkeit.

8. Da sind wir unsers Heils 6. Laß deinen guten Geist mich gewiß, da wechseln Licht und Fin­feiten, laß, wie du foderst, stets sterniß nicht mehr, wie hier. Du durch ihn mich aller Lüfte Reiz ewges Licht, Herr, unser Gott bestreiten, mich der Verführer verlaß uns nicht.

&

Fallon bach.