Communionandachten.
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Ich überlege, mit welchen Borzügen du uns, seine Bekenner, vor allen Völkern der Erde durch ihn begnadiget, welche Mittel des Unterrichts und der Besserung, welche Kraft und Stärke zum Leben und göttlichen Wandel du uns verlichen haft und verleihen willst, wenn ich erwåge, wozu du uns als Christen berufen, welcher Glückseligkeit du uns fähig gemacht, welche Aussichten in die zukünftige Welt du uns eröffnet hast; wenn ich bedenke, wie sehr uns dieses Alles zum Glauben und Vertrauen, zur Liebe und Dankbarkeit, zur wil ligsten, eifrigsten Beobachtung deis ner Gesege, zu einem vorzüglich heiligen Sinne und Wandel antreiben sollte; und wenn ich mit dem Allen mein Verhalten vergleiche: dann, ja dann muß ich mich schämen, dann, ja dann darf ich es kaum wagen, meine Augen aufzuheben zu dir.
Ich bin dein Geschöpf, dein Kind, cin Erlöseter Jesu Christi, ein Erbe der Unsterblichkeit, von dir mit gro= Fen Fähigkeiten und Anlagen auss gerüstet, zu erhabnen Absichten bestimmt, zu einer ewigen Herrlichkeit berufen in Christo Jesu. Wie bab' ich nun als ein solcher gedacht und gehandelt? Hab' ich dich als meinen Schöpfer erkannt und gepriesen, die als meinem Herrn gehorcht, dich als meinen Bater geliebet? Bin ich das worden, was ich als dein Geschöpf, dein Kind, dein Erlöseter, durch deine Gnade und
die Gnade deines Sohnes und Gei stes werden konnte und sollte, der weise, erleuchtete, gläubige, geheis ligte, nach deinem Ebenbilde erneuerte, dir ähnliche und wohlge fällige, zu allen guten Werken geschickte, in denselben geschäftige und eines höhern Zustandes fähige Mensch?
Ich bin ein Bekenner, ein Nachfolger Jesu Chrifti, und rühme mich, das zu sein. Ich glaube an ihn als den Heiland und Seligmacher aller Menschen, als den Erretter von der Sünde und dem Tode, als den Wie derbringer des Lebens und der Unsterblichkeit, als unsern Vorgänger und Herrn. Ich hoffe durch ihn Gnade und BVergebung, Kraft und Stárke, Trost und Ruhe für meine Seele, Hülfe und Errettung im Leben und Sterben, Seligkeit und ewi ges Leben zu erlangen. Denke und handle ich nun auch so, wie es einem Bekenner und Nachfolger Jesu zukommt? Würde Jesus in mir seinen Bekenner und Nachfolger erkennen? Werden Undre mir es anmerken, daß ich Icsu Bekenner und Nachfolger bin, daß ich sein Bild an mir trage, daß ich so ge sinnet bin, wie Jesus Christus auch war, daß ich so denke und handle, wie er dachte und handelte? Finde ich selbst eine gewisse Aehnlichkeit zwischen mir und Jesu, zwischen meinem Verhalten und seinem Verhalten? Habe ich mich durch ihn von der Knechtschaft der Sünde erlösen und durch seinen Geist reinigen und


