Unaruratan
ORGIO
UNIUNCTO
24
Evangelium am 1. Sonnt. nach Trinitatis.
empfahen sollen. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist auf alle, die dem Worte zuhöreten. Und tie Glaubigen aus der Beschneidung die mit Petro kommen waren, entsegten sich, daß auch auf die heiden die Gabe des heiligen Geistes ausgegossen ward, denn sie höreten, daß sie mit 3ungen redeten, und Gott hoch preiseten. Da antwortete Petrus: Mag auch Jemand das Wasser wehren, daß diese nicht ge= tauft werden, die den heiligen Geift empfangen haben, gleichwie auch wir? Und befahl sie zu taufen im Namen des Herrn.
Evangel. am Sonnt. Trinitatis,
Joh. 3, v. 1= 15.
s war aber ein Mensch unter den
mus, ein Oberster unter den Juden, der kam zu Jesu bei der Nacht, und fprach zu ihm: Meister, wir wissen, daß du bist ein Lehrer von Gott gekommen, denn niemand kann die Zeichen thun, die du thust, es sey denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach gu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage bir: Es sey denn, daß Jemand von reuem geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nicodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch
er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen, und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich fage dir: Es sey denn, daß Jemand geboren werde aus dem Wasser und Geift, so kann er nicht in das Reich Gottee kommen. Was vom Fleisch ge boren wird, das ist Fleisch, und was vom Geist geboren wird, das ist Geift. Las tich es nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden. Der Wind blåset, wo er will, und du höreft sein Soufen wohl, aber du weißt nicht, von wannen er fommt, und wohin er fábrt. Alfo ist ein Jeglicher, der aus dem Geist geboren ist. Nicodemus antwortete, und sprach zu ihm: Wie mag solches Jugehen? Sefue antwortete und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israel,
und weißt das nicht? Wahrlich, wahr: lich, ich sage dir: Wir reden, das wir wissen, und zeugen, das wir gesehen haben, und ihr nehmet unser Zeugniß nicht an. Glaubet ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie würdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen würde? Und Niemand fährt gen pimmel, denn der vom Himmel hernieder gekommen ift, nåmlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. Und wie Moses in der Wüste eine Schlange erhöhet hat, also muß des Menschen Sohn erhöhet werden: auf daß Alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige
eeben haben.
Epistel, Ndm. 11, v. 33. 36.
beides der Weisheit und Erkennt niß Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte, und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Ginn erkannt? Oder wer ist sein Rathgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm und durch ihn, und in ihm sind alle Dinge. Ihm sey Ehre in Ewigkeit. Amen.
Evang. am 1. Sonnt. n. Trinitat.
Luc. 16, v. 19:31.
s
s war ein reicher Mann, der kletdete sich mit Purpur und köftlicher Leinwand, und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Urmer, mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Thür voller Schwären, und be gehrte sich zu sättigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen; doch kamen die Hunde und leckten ihm seine Schwären. Es begab sich aber, daß der Urme starb, und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoos. Der Reiche aber starb auch, und ward begraben. Als er nun in der Hölle und in der Qual war, bob er feine Augen auf, und sahe Abraham. von ferne, und Lazarum in feinem Schoos, rief und sprach: Bater Abra: tam, erbarme dich mein, und fande Lazarum, daß er das äußerste seines Fingers ins Waffer tauche, und fühle


