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Erster Theil.
15. Du nimmst, Herr, deinen Odem wieder; so muß, was lebet, schnell vergehn; Staub werden der Geschöpfe Glieder; du sendest ihn, und sie entstehn. Wie oft erneu'rt dein Hauch der Erde Gestalt, und was auf ihr sich regt; daß ewig Gott verherrlicht werde, der Lust zu seinen Werken trägt.
16. Er schau't die Erd' an: sie erzittert. Er tastet an der Berge Höh'n; und Berg und Fels, durch ihn zersplittert, sind Flammen, dampfen und vergehn. Gott, meinem Gott, will ich lobsingen; ihm, weil ich lebe, Lieder weih'n; ihm soll voll Ruhms die Harf' erklingen, sein Lob mein legtes Stammeln seyn.
17. und süß ertönen meine Lieder dir, der du meine Freude bist! Bald der reinigst du den Erdkreis wieder, jest voll von Verbrechen ist. Sen feurig, Seele, Gott zu loben, ihn, den Jehovah Zebaoth! Er werd' in aller Welt erhoben, und Hallelujah sing' fie Gott!
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Von der Vorsehung Gottes.
Nach der Melodie des 15. Lieds..
52.
mand gleich im Himmel und auf Erden. Du bist der Höchste, und dein Reich kann nie be= griffen werden. Unendlich ist die Majestät, die über alle dich erhöht, die Kron' und Zepter tragen.
Nach der Melodie des 7. Lieds.
ir, unser Gott, ist nice 53. Fürwahr, du bist, o Gott,
verborgen! Dein Rath bleibt für uns wunderbar. Umsonst sind alle unsre Sorgen; du sorgtest, eh' die Welt noch war, für unser Wohl schon väterlich; dies sey genug zum Trost für mich.
2. Dein Weg ist zwar in Finsternissen für unsre Augen oft versteckt; doch wenn wir erst den Ausgang wissen, wird uns die Ursach' auch entdeckt, warum dein Rath, der niemals fehlt, den uns so dunkeln Weg gewählt.
2. Wie weit erstreckt sich dein Gebiet! Wo ist der, der es messe? Wohin auch nur mein Auge sieht, da seh' ich deine Größe. Weit über alle Himmel weit geht deines Reiches Herrlichkeit; du herrscheft über alles.
5. Wohl uns, daß du das Regiment, Gott, über alles führest. Und wohl dem, der den Zweck erkennt, dazu du uns regierest! Ich, dein geringster Uns terthan, Herr, bete dich in Demuth an; o, sieh auf mich in Gnaden!
6. Ich bin verderbt und schuldenvoll, und auf dem Zugendwege nicht stets so eifrig, als ich soll; bin oft zum Guten tråge! doch ou bist gnádig, und voll Huld vergiebst du Reuenden die Schuld; drum hoff' ich auch Vergebung.
3. Du herrschest weislich, recht und gut nach heiligen Gesehen. Du pflegst nach deiner treuen Hut das Kleine werth zu schägen. Auf Alles geht dein Augenmerk, und immer ist's dein liebstes Werk, zu segnen, zu beglücken.
4. Wie recht ist, Höchster, dein Gericht, der du die Wahrheit liebest! Wie richtig ist nicht dein Gewicht, wenn du Vergeltung übest. Du handelst stets nach Billigkeit in dieser und der künft'gen Zeit, beim Strafen und Belohnen.
7. Ich hoff' es, weil mich der vertritt, den du für mich gegeben. Mein Jesus, welcher für mich litt, erwarb mir Recht und Leben. Sein Tod macht mich vom Zweifel frei, ob ich der Gnade fähig sey; auch mich hat er versöhnet.
8. Herr, ewig will ich deinen Ruhm mit Lob und Dank erheben. Dir will ich, als dein Eigenthum, mich ganz zum Dienst ergeben. Mit Lust will ich bis in den Tod nach deinem heiligen Gebot durch deinen Beistand wandeln.
3. Nie sind die Tiefen zu ergründen von deiner Weisheit, Macht und Güt'. Du kannst viel tausend Wege finden, wo die Vernunft nicht einen sieht. Aus Finsterniß bringst du das Licht. Du sprichst, o Gott, und es geschicht.
4. So weicht denn, ångstliche Gedanken! Gott kann weit mehr, als ihr versteht. Bleib, Seele, in der Demuth Schranken; die Demuth wird von Gott erhöht. Ja, Herr, du liebst den, der dich liebt, und deiner Führung sich ergiebt.


