Erster Theil.- Von der Vorsehung Gottes.
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11. In dir, o Herr, in dir alleine erfreuen wir uns jederzeit. Der Trost für Israels Gemeine ist deine Treu' und Heiligkeit. Uebe dein Erbarmen ferner an uns Urmen, du, o höchstes Gut! Gieb uns einst zum Lohne unsers Glaubens Krone, der auf dich beruht.
Der 65. Psalm. Mel. des Psalms.
50. M
an betet, Herr,
in 3ions Stille zu deiner Macht
und Huld. Da zahlt man dir
der Opfer Fülle und der Gelübde
Schuld: da merkest du auf unfre
Lieder und Bitten für und für,
und sammelst deiner Kirche Glieder
aus aller Welt zu dir.
2. Daß uns der Sünden Last nicht schade, wie schwer sie immer sey, so spricht uns Arme deine Gnade von Fluch und Schulden frei. Wohl denen, die sie aus den Sündern zu deinem Dienste wählt, und hier und dort zu deinen Kindern und Hausgenossen zählt.
3. Du gießest nach den bangen Zeiten den Trost auf Jacobs Haus, vom Sige deiner Seligkeiten, an allen Enden aus. Wir können deiner Liebe Proben in tausend Wundern sehn, und dich als unsern Heiland loben, sobald wir zu dir flehn.
4. Die Hoffnung aller MenschenSchaaren ist nur auf dich gestellt: Denn du allein nur mußt bewahren, was See und Land enthält. Du bist es, dessen sichre Stärke die Berge gründen kann, und warest zu dem Schöpfungswerke mit Allmacht angethan.
5. Dein Wink gebeut den wilden Meeren, und stillet Wind und Fluth. Wenn Welt und Hölle sich empören so dámpfst du ihre Wuth. So weit der Erde Theile reichen, erschrickt die Heidenschaft vor deiner wahren Gotts heit Zeichen und deiner höchsten Kraft. 6. Du machest fröhlich, was da Tag
webet, so bald der erwacht;
und Übends danket,
da lebet, dem Schuße deiner Macht. Wenn du erquickst mit Thau und Regen der Erde heißen Schooß, so wird durch deinen milden Segen der Felder Reichthum groß.
7. Dein Brunn, der nimmermehr verfeiget, erquickt sie früh und spät, bis Keim und ehre treibt und steiget, und alle Frucht geräth. Wenn Frucht und Fluren sich verneuen, o Herr, so tránkst du sie, und thauest Wachsthum und Sedeihen auf unsre Saat und Müh'.
8. Du krönest alle Jahreszeiten mit segensvoller Hand, und träufelst eitel Fettigkeiten auf unser ganzes Land. Es triefen Wüsten, Haid' und Weiden von ihrem fruchtbar'n Guß. Die Hügel schmücken sich mit Freuden und holdem Ueberfluß.
9. Es wimmeln von dem Schaafs gedränge die Unger rings umher. Es stehen von des Kornes Menge die Quen dick und schwer. Da schallt der Dank von tausend Chören: der frohe Landmann singt des Allerhalters Macht und Ehren, daß Berg und Thal erklingt.
Der 104. Pfalm.
Nach der Melodie des 33. Lieds.
51. Sen feurig, Seele, Gott
zu loben, ihn, den Jehovah Zebaoth! Sehr herrlich bist du, sehr erhoben, geschmückt mit Majestät, mein Gott! Licht, das auch Seraphinen schrecket, Licht ist dein strahlenvoll Gewand! den grenzenlosen Himmel strecket zum Vorhang aus, Herr, deine Hand.
2. Du bau'st in unermeßne Höhen, Allgegenwärtiger, dein Haus; und


