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Alles weiß, erkennt, versteht! Nichts ist so groß, nichts so geringe, das nicht nach seiner Ordnung geht. Denn der Geschöpfe ganzem Chor schreibst du Maaß, Ziel und Regel vor.
2. Die vielen wundervol len Werke, was unsern Augen fern und nah, fteh'n als Beweise deiner Stärke, als Zeuge deiner Weisheit da. Unendlich, Herr, ist dein Verstand: der ganze Weltbau macht's bekannt.
3. Mit eben diesen Meis sterbänden, mit welchen du die
du auch an allen Enden, 27 Une immer mei
nerforschlich fet
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was dein Verstand hervorgebracht. Du brauchft, unerschaffnes Licht! der Menschen Nath und Beiftand nicht.
nes Gottes Weg und Nath, und die Nacht ſei ohne Schimmer, die mich bier umschattet hat: doch ist Alles, was er thut, wie's auch scheine, weis und gut.
4. Was du zu thun dir vorgenommen, krönt auch, sobald du willst, die That; wenn taufend Hindernisse kommen, so triumphirt dein hoher Rath. Den besten Zweck wählt dein Verstand; die Mittel stehn in deiner Hand.
2. Sollt' ich meinen Gott nur loben, wenn ich feine Absicht seh? Pflicht ift's, ihn auch dann zu loben, wenn ich sie noch nicht versteb! Frevelt der nicht, welcher klagt, daß ihm Gott mehr Licht versagt?
3. Soll ein Vater unterlassen, was dem Kinde Thorheit ist? Kühner Tadler! Engel faffen das, wo du im Dunkeln bist. Hier sollst du dem Herrn vertraun, glauben, noch nicht völlig schaun. 4. Sollt'
Eigenschaften.
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6. O Weisheit! decke meiner Seele die angeborne Thorbeit auf, damit sie dich zum Leitstern wähle auf ihrem sonst verwirrten Lauf. Ich weiß den Weg zur Wohlfahrt nicht, drum leite mich dein sichres Licht.
5. Die Menge so ver fchiebner Willen, wo jeder feinen Weg erwählt, muß doch den Deinen bloß er füllen, der seines Zieles nie verfehlt, und aller Feinde ftolzen Wahn als Unvernunft beschämen kann.
7. Du hast mich durch mein ganzes Leben nach deinem weisen Rath geführt. Mein Geist muß die die Ehre geben, daß du auf's Beste mich regiert: o leite mich durch Welt und Zeit hinüber in die Ewigkeit! mel. Gott des Himmels und der Erde


