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Gabst du mir zu unterscheiden, was hier gut und übel sey.
Stellte gleich der Arm der Allmacht der Natur gemeßne Schranken;
Ließ dennoch das freyste Wesen Willen und Gewissen frey.
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Lehre mich das Gute lieben, lehre mich das Böse haffen,
Aus dem allerreinsten Triebe dem Gewissen dem gewig
Gewissen folgsam
folgsam
ſeyn;
Wenn es dieß zu thun befiehlet, oder das zu unterlaffen,
Dieß mehr als den Himmel suchen, das mehr als die Hölle scheun.
Laß mich auf den
Segen achten, den wir nur von dir erlangen,
Auf die Milde deines
Reichthums, auf der Gaben Ueberfluß;
Ihm, dem Geber, wird
vergolten, wenn wir Menschen recht empfangen;
Der Gehorsam, den er heischet, ist ein fröhlicher
Genuß.
Laß mich aber deine Güte nicht an unsern Erdkreis binden:
Herr, sey mir ein Gott der Menschen; doch der Menschen nicht allein!
Andre Körper und Geschöpfe müssen deine Huld em= pfinden,


