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Andachtsbuch für gebildete Familien / von Jacob Glatz
Entstehung
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Gabst du mir zu unterscheiden, was hier gut und übel sey.

Stellte gleich der Arm der Allmacht der Natur gemeßne Schranken;

Ließ dennoch das freyste Wesen Willen und Gewis­sen frey.

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Lehre mich das Gute lieben, lehre mich das Böse haffen,

Aus dem allerreinsten Triebe dem Gewissen dem gewig

Gewissen folgsam

folgsam

ſeyn;

Wenn es dieß zu thun befiehlet, oder das zu unter­laffen,

Dieß mehr als den Himmel suchen, das mehr als die Hölle scheun.

Laß mich auf den

Segen achten, den wir nur von dir erlangen,

Auf die Milde deines

Reichthums, auf der Gaben Ueberfluß;

Ihm, dem Geber, wird

vergolten, wenn wir Men­schen recht empfangen;

Der Gehorsam, den er heischet, ist ein fröhlicher

Genuß.

Laß mich aber deine Güte nicht an unsern Erd­kreis binden:

Herr, sey mir ein Gott der Menschen; doch der Menschen nicht allein!

Andre Körper und Geschöpfe müssen deine Huld em= pfinden,