10 1. Von der Menschwerdung Jesu Christi,
3weck ist wichtig: macht die Steige richtig!
9. Du verheißner Saame, herrlich ist dein Name, groß ist deine Treu! heil'ge mein Gemüthe, daß mir deine Güte ewig theuer sey! Mache mich, ich bitte dich, mache mich, ich bitte sehnlich, Heiliger, dir ähnlich.
P. Gerhard, verbessert von 3. 2. Schlegel. Mel. Werde munter mein Gem. oder: Jefu deine heil'ge 2c.
13.
arum willst du draußen stehen,
du Gesegneter des Herrn? Eile zu mir einzugehen, mein Erretter, sey nicht fern! Helfer zu der rechten Seit, der mit ew'gem Trost erfreut, hilf o Heiland, meinem Herzen von den Wunden, die mich schmerzen.
2. Meine Wunden sind der Jammer, den mir oftmals Tag und Nacht, auch in stiller Ruhekammer, des Gesetzes Strenge macht. Es verkündigt Fluch und Tod, dich, den Sünden- Rächer, Gott; daß es tief ins Herze schläget, und sich all mein Blut beweget.
3. Will ich dann mein Elend lindern, und erleichtern Muth und Sinn bey der Welt und ihren Kindern, fall' ich vollends ganz dahin! Da ist Trost, der mich betrübt, Freude, die mein Unglück liebt,
Helfer, die mir Unlust machen, Freunde selbst, die meis ner lachen.
4. In der Welt ist alles nich tig; nichts ist, das nicht kraftlos war'; hab' ich Hoheit? die ist flüchtig. Hab' ich Reichthum? was ists mehr, als ein Stücklein armer Erd'? Hab' ich Lust, was ist sie werth? Was ist, das mich heut' erfreuet, und nicht morgen schon gereuet?
5. Aller wahrer Trost im Leide ruht in dir, Herr Jesu Christ. Du nur, du allein gibst Freude, die ganz rein und lauter ist. Ach, wie sehn' ich mich nach dir! Eile, Jeſu, komm zu mir, daß ich deine Hülfe sehe, eh' ich in der Angst vergehe.
6. Freu dich, Herz, du bist erhöret, jego zieht er ben dir ein; sein Gang ist zu dir ges kehret, heiß' ihn nur willkommen seyn, und bereite dich ihm zu. Nimmt er dann bey dir die Ruh, o so sag ihm, was dir fehlet, klag ihm, was dich drückt und quälet!
7. Was du Böses haft bez gangen, das ist alles weggeschafft; Gottes Liebe nimmt gefangen deiner Sünden Macht und Kraft; Chrifti Sieg behält das Feld, und was Böses in der Welt sich will wider dich erregen, wird nun lauter Glück und Segen. 8. Alles


