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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen : [nebst] Anhang
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Anhang.

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das muß doch endlich kom­men zu seinem Zweck und Ziel.

allertreusten Pflege deß, und was er haben will, der den Himmel lenkt; der Wolfen, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.

2. Dem Herren mußt du trauen, wenn dirs soll wohlergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sor­gen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott ihm gar nichts neh­men: es muß erbeten sein.

3. Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Ge­blütt. Und was du dann erlesen, das treibst du, starter Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rath gefällt.

4. Weg hast du aller­wegen, an Mitteln fehlts dir nicht; dein Thun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht. Dein Werk kann niemand hindern, dein' Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kin­dern ersprießlich ist, willst thun.

5. Und obgleich alle Teu­fel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zwei­fel Gott nicht zurücke gehn: was er ihm vorgenommen

Seele, hoff und sei unver­6. Hoff, o du arme zagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud.

7. Auf! Auf! gib dei­nem Schmerze und Sorgen gute Nacht; laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht. Bist du doch nicht Regente, der Alles führen soll: Gott sitzt im Regimente und führet Al­les wohl.

8. Jhn, ihn laß thun und walten: er ist ein wei­ser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wun­derbarem Rath die Sach hinausgeführet, die bekümmert hat.

9. Er wird zwar eine

Weile mit ſeinem Trost ver­ziehn und thun an seinem Theile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich bege­ben und sollst du für und für in Angst und Nöthen schweben, als fragt er nichts nach dir.

10.