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Neu eingerichtetes Freibergisches Gesangbuch nebst einem Anhange neuer Lieder
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bem Gott, der da hilft, und dem Herrn Herrn, der auch vom Tode errettet, zu dir erhebe ich, dein schwaches, hilfsbe­dürftiges Kind, mein Herz mit frohem Danke und findlichem Vertrauen. Dir danke ich für die Ruhe dieser Nacht, für den erquickenden Schlaf, für die

Ertaltung meines Lebens, für die Stár­kung meiner Kräfte und für die Heiter keit des Geistes, womit ich jegt erwacht bin. Alles kommt von dir. Alles ist Beweis, daß du mich liebest, für mich forgest, und nie aufhöresi, für mich zu forgen. Aber zu dir steht auch meine Hoffnung und Zuversicht, daß du auch ferner mit mir sein, mich gnädig erhal ten, weise regieren, mächtig beschußen, vor dem Bösen bewahren, zum Guten starken, mich segnen werdest durch Christum. Ich weiß nicht, was mir gur ist und was ich mir im Irdischen ven dir erbitten soll. Du allein weißt mit zuverlässiger Gewißheit, was mir davon heilsam ist; und deiner Weisheit und Güte überlasse ich es mit kindlicher Zuversicht. Aber um geistlichen und himmlischen Segen, um Weisheit und Verstand, um Stárke im Glauben und in der Tugend, um Kraft, deinen Willen zu thun, mich in allen Dingen zu beweisen als einen Diener Jefu Shrifti, und dir zu gefallen, um deine Gnade, um ein gutes Gewissen, um den Trost der Vergebung der Sünden und des ewigen Lebens, darum bitte ich dich von ganzem Herzen; und das wirst du mir gewiß nicht versagen. Ich weiß nicht, was mir heute, oder in dem túnftigen Laufe der Tage, begegnen mird. Aber das weiß ich und deß tröste ich mich, daß ich unter deiner Auf­sicht, unter der Aufsicht des besten Va­ters, des weiseften, gútigsten, mách­tigsten Herrn lebe, und daß mir nichts geschehen kann, als was du hast ver­sehen, und was mir selig ist. Nun so geschche an mir dein guter, gnädiger Wille. Ich hoffe auf dich. Dir über gebe, dir vertraue ich mich ganz und gar auf diesen und alle folgende Tage meines Lebens, auch auf meinen Tod. Unter deinem Schuße fürchte ich kein Unglück. Unter deiner Regierung werde

Morgen- und Abendgebete.

ich stets froh, stets zufrieden und glück lich sein. Herr! wie du willst, se schick's mit mir, im Leben und im Ster­ben. Wohl dem Menschen, der sich aw dich verläßt! Umen.

3) Gutes zu thun und nicht müde zu werden, das verlangst du, Herr! von mir, deinem Geschöpfe, deinem Kinde, dem Jünger und Nachfolger Jesu Christi. Und wie könnte ich dies besser thun, als wenn ich auch hier auf Shn, meinen Herrn und Vorgänger, aufsehe und sein Vorbild mir zur Nach­ahmung vorstelle! Wie schwebte doch, o Jefu dir das große Werk immerdar vor Augen, das dir dein himmlischer Vater aufgetragen hatte! Wie opfers test du ihm doch alle deine Zeit, alle deine Kräfte auf, vollbrachteft es, bei allen noch so großen Hindernissen und Schwierigkeiten, ganz und vollkommen, und fandest in der Vollbringung desset= ben deine Speise, dein größtes Ver­gnügen auf Erden. Ich muß wirken, dachtest du, die Werke deß, der mich ges sandt hat, weil es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. D möchte doch dieser dein Sinn auch mich beleben! Möchte ich doch das Werk, das mir auf Erden aufgetragen ist, eben ſo willig, eben so treu und emsig vollbringen, als du das deinige vollbrachtest! Möchte ich doch jede Gelegenheit, Gutes zu thun, begierig ergreifen, jeden Tag, jede Stunde, jeden Augenblick auf's Beste anlegen den plag, der mir in deinem Reiche an­gewiesen ist, ganz ausfüllen, mich im Recht- und Wohlthun keine Schwie­rigkeiten abschrecken, keine Hindernisſe muthtos machen, keinen Undank ermi­den lassen, und meine Freude und Se ligkeit darinnen finden, daß ich thue den Willen deines Vaters im Himmel! Das ist mein herzlicher Wunsch, mein ernstlicher Vorsag. Laß ihn That und Wahrheit werden! Stärke du mich, der ich ohne dich nichts kann und ver­mag! Mache mich tichtig, in allen guten Werken zu thun deinen Willen und schaffe in mir, was vor dir gefäl