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Neu eingerichtetes Freibergisches Gesangbuch nebst einem Anhange neuer Lieder
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Kirchenge'ete.

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3wang erfüllt: so fellen sie uns jegt heilig und ehrwürdig; ihre willige standhafte Erfüllung soll unser Rahm und unser Vergnügen sein. Ja, Gott! dies sind die Gesinnungen, die jest in uns herrschen; die Vorsäge, die wir jest fassen. Uch stärke, stärke uns in denselben, barmherziger Vater! Wir zittern, wenn wir an unsie Schwach heit und Unbeständigkeit, an die Hinz dernisse und Gefahren der Tugend ge­denken! Ach, hilf uns diese Hinders nisse übersteigen, diese Gefahren bez siegen! Erinnere uns stets durch deis nen Geist an das, was wir jetzt den­ten und wünschen, an die Gelübde, die wir jest thun, und laß uns dies selben stets unverbrüchlich sein. Gott! gern möchten wir diese Vorsäge auch im Namen unsrer abwesenden Brüder und aller Einwohner dieses Landes fass sen. Denn wir wünschen, daß sie alle glücklich sein möchten, daß du an uns allen ein gnädiges Wohlgefallen haz ben könntest. Segne doch zu dem Ende dein Wort allenthalben, wo es heute gepredigt wird. Laß doch die­sen Tag viel ernsthaftes Nachdenken, viel wahre Buße, viel bleibende Bes serung unter allen Ständen und Klass sen von Menschen, die zu diesem Volke gehören, hervorbringen. Gieb dech. daß unsre Regenten, unsre Obrigkeis ten, unsere Lehrer; daß Hohe und Niedrige, Reiche und Urme, Junge und Alte, sich vor dir demüthigen, so ihre Sünden erkennen und bereuen, sich so zur Erfüllung deines Willens und ihrer Pflicht entschließen, daß das durch die Herrschaft des Lasters wirk­lich geschwächt, das Reich der Tus gend erweitert, und die allgemeine Glückseligkeit befördert werde. Segne uns denn alle, o Gott! Laß deinen Schuß ferner auf uns ruhen, dein Wort immer kräftiger unter uns were den, deinen Geist in uns und unter uns Leben und herrschen! Bewahre uns vor der Sünde und dem Laster, und führe uns alle auf dem Wege der Weisheit und der Tugend zur ewigen Seligkeit! Amen.

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Sache, die bloß in Begriffen und Bebräuchen bestehe, gehalten: so wols

wir sie nun als unsre wichtigste Angelegenheit behandeln; sie mit al­Ten unsern Geschäften und Bergnü­gungen verbinden, und uns in allen unsern Worten und Werken nach ihren Vorschriften richten; und das Beis spiel Jesu soll die Richtschnur unsers Verhaltens sein. Haben wir uns von dem Stolze verblenden lassen, von der Stolze auf unsern Verstand, oder auf unsern Reichtum, oder auf unsre Kräfte, oder auf andre Vorzüge: sc wollen wir uns nun stets daran erin­nern, was für abhängige, hinfäl­lige, fehlerhafte Geschöpfe wir sind; wie bald wir alle unsre Vorzüge rer lieren; wie wenig sie uns am Tage des Gerichts helfen können, und wie uns nur das einen wahren Werth giebt, was ewig bleibt. Haben wir dem Neide, dem Hasse, der Rachsucht Raum bei uns gegeben, uns der Uns gerechtigkeit gegen unsre Brüder schuls dig gemacht; oder sie durch Verläum dungen und üble Nachreden gekränkt: so entsagen wir jetzt diesen unchriftli­chen Gesinnungen und Thaten. Büter, die Ehre, der Ruf, die Glück feligkeit unters Nächsten sollen uns heiz lig sein! Wir wollen unsre Herzen der Demuth, der Sanftmuth, der Friedfertigkeit und der Versöhnlichkeit, der allgemeinen und brüderlichen Liebe öffnen, und von jedermann so urthei­ten, und mit jedermann so handeln, wie es den Vorschriften dieser Liebe gemäß ist. Haben wir uns durch sinn liche, fleischliche Lüste erniedriget, und unsre Unschuld und unsre Gewissens­ruhe thierischen Vergnügungen aufges opfert: so wollen wir unser Fleisch fammt seinen Lüften und Begierden Freuzigen; stets wachen und stets be­ten, daß wir nicht wieder in Verius chung fallen, und nach der Herrschaft über uns selbst, als nach dem größten Vorzuge und Adel des Menschen, stre: ben. Haben wir bisher die Pflichten unsers Standes, unsers Umtes, un­fers Berufe versäumt, oder sie nur aus und den u

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