Druckschrift 
Neu eingerichtetes Freibergisches Gesangbuch nebst einem Anhange neuer Lieder
Entstehung
Einzelbild herunterladen

770

den Schulen nach deinem Sinne, und segne den Unterricht an ihrem Herzen. Verleihe zu allen Arbeiten und Bewers ben der Unterthahen dein göttliches Bedeihen. Laß uns alle in Ruhe und Zufriedenheit deine väterliche Wohl­thaten genießen. Erquicke die Leiden: den mit Trost. Stehe allen Bedräng­ten mit mächtiger Hülfe bei. In deine Hände befehlen wir alles, was wir find und haben. Dir weihen wir uns ganz mit Leib und Seele; weihen dir alle unsere Kräfte, unsre ganze Le benszeit. Mache aus uns ein dir wohl gefälliges Volk, das stets in deinen Geboten wandelt, deine Rechte hätt, und deines Beifalls sich stets erfreuen kann. Dann werden wir unter deinem allmächtigen Schuge sicher wohnen, durch deinen gnädigen Beistand glück: lich leben, einst voll Trostes und freu­diger Hoffnung selig entschlafen, und dich vor deinem Throne ewig rühmen und preisen. Umen!

Kirchengebete. R.

du bist geneigt, ihnen alles au geben, da du deinen Sohn, deinen Geliebten, für sie i den schmerzlichsten, schimpf= lichsten Tod dahin gegeben hast! Ge= wiß, mit ihm und durch ihn wirst du uns alles schenken! Mit welcher Zu­versicht können wir nun zu dir, un: ferm Vater, uns nahen, bei dir Barm­herzigkeit und Hülfe suchen und finden! Wie getroft uns auf den finstersten Wez gen des Lebens. in den bängsten Stun­den der Anfechtung, mitten unter allen Schrectnissen des Todes, auf dich ver­lassen, der du uns solche Beweise und Versicherungen deiner Gnade und Liebe gegeben hast! Weder Niedrigkeit, noch Elend und Unglück, weder Fehler noch Schwachheiten noch vorfäßlicher Ungehorsam, nur muthwillige Sun­den können unsre Zuversicht zu dir schwächen! Und vor diesem vorjägliz chen Ungehorsam, dem einzigen wah­ren Uebel, davor bewahre uns, barm herziger Gott! So können und werden wir stets mit Freudigkeit an dich ge denken, uns in deinem Willen und dei­

In der Fastenzeit.

Dank, ewiger Dank sei dir, Jesu ner Fürsorge völlig beruhigen, und un­Christe! der du am Kreuze gestorben bist, und uns dieses höchfte, beispiel­lose Muster der uneigennüßigsten Liebe gegeben haft! Dich müßen Himmel und Erde als den toben, 1er beide mit einander vereinigt hat! Dich müssen alle, die durch dich zu Gott gekommen find und noch kommen; alle, die des Trostes der Vergebung der Sünden genießen; alle, die im Leiden getroft und im Tode unverzagt sind, als den größten Beförderer der menschlichen ( Stackseligkeit, als den Wiederhersteller der Wahrheit, der Ordnung und des

ter deiner Aufsicht das Ziel der höchsten, ewigen Glückseligkeit gewiß nicht vers fehlen. Und haben wir dieses herrliche Ziel erreicht, dann stimmen wir mit viel reinerer und höherer Undachtsfreude in den Gefang der Seligkeit mit ein: dem, der auf dem Throne fist, und dem Lamme, das für uns geopfert ward, sei Lob und Ehre und Preis von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen!

Am Charfreitage.

und preisen! Und Dank, ewiger Dank sei dir, dem barmherzigen und unend: lich liebenden Gott, daß du diefen Mittler, diesen Errctter geschenkt, durch ihn uns kindliche, dankbare, dir gefällige Gesinnungen gegen dich ein: geflößt, uns deiner väterlichen haid und Liebe fähig gemacht haft! Ja, wie konnten wir nur daran zweifeln, daß De tre Liebe felbft bist! Gewiß, du lie: best die Menschen mehr als bäterlich,

-

R armherziger Gott, der du deinen Cotn für uns in den Tod dahin ge

uns

sur

felig machen willst! laß doch das Uns denken seines Todes uns allen recht heil­tam; ach! laß es nicht auf diese Stun te, nicht auf diesen Tag eingeschränkt sein! Auch unser wartet der Tod! Freilich nicht der schimpfliche, schmerz liche Tod, welcher unfern Eriëser traf. Uber auch der gewöhnliche, selbst der fanfte Tod ist für uns schwache, fün­dige Menschen mit Dunkelheit und Schrectnissen umgeben; und nur dann