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Neu eingerichtetes Freibergisches Gesangbuch nebst einem Anhange neuer Lieder
Entstehung
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Morgenlieder.

ein roher Scherz dein Wort des Heils mir rauben; o so bewahr' im Glauben dein Friede, Gott! mein Herz. hit

7. Dann raffe mich noch heute ein schneller Tod dahin; so weiß ich, daß ich heute auch schon bei Christo bin. Nur fleh' ich demuthsvoll: laß ihn mich nie in Sünden, stets fest im Glauben fin­den, so sterb' ich immer wohl. J. U.S.

Mel. Wer nur den lieben Gott zc.

20. Mein Gott! nun ist es wieder deines

lendet ihren Lauf. Nun wachen alle meine Sorgen auf einmal wieder mit mir auf. Die Ruh' ist aus, der Schlaf dahin, und ich seh' wieder, wo ich bin.

2. Ich bin noch immer auf der Erde, wo jeder Tag sein Elend hat; wo ich nur immer älter werde, und häufe Sund' und Missethat. O Gott! der mich beschüßt und nährt, wär' ich doch deiner Liebe werth!

2. 3u ihm entzückt mich wieder der Morgensonne Pracht. Ich falle vor dir nieder, der sie und mich gemacht.

3. Du, Herrscher aller Welten! nimmst dich auch meiner an; wie soll ich dir vergelten, was du an mir ge­than?

4. Wirst du nach Opfern schauen? Siegelten nichts vor dir; du forderst nur Vertrauen, nur Liebe, Gott! von mir. 5. So will ich dir lobsingen, mich

Namens freu'n; nach deiner ringen, mein ganzes dir

Mel. Christus, der ist mein Leben 2c. * 21. och läßt der Herr mich le= ben! mit fröhlichen Ge: müth eil' ich, ihn zu erheben; er hört mein frühes Lied.

weih'n.

6. Tilger meiner Sünden, mein Mittler, Jesu Christ! laß mich den Trost empfinden, daß du so gnädig bist.

7. Dir hab' ich mich ergeben; ich freue mich in dir; denn besser noch, als Leben, ist deine Güte mir.

8. Sie führe mich auch heute auf deiner Jugend Pfad. Du, Ewigweis ser! leite mich selbst nach deinem Rath.

9. Nur eins laß mich erflehen, das christlich weise Herz, auf dich stets auf zusehen in Freuden wie im Schmerz

10. Daß ich am ersten trachte nach dem, was dir gefällt; mehr deiner Beifall achte, als allen Ruhm der Welt.

3. Ohn' 3weifel siehst du mich auf stehen, regiere mich in dieser Welt. Ich weiß nicht, wie mir's heut' wird gehen; mach'alles so, wie dir's gefällt. Schleuß' mich in deine Vorsicht ein, dein will ich todt und lebend sein.

4. Bergieb mir, Vater! alle Sún­den, die ich mit aus dem Bette bring', und laß mich vor dir Gnade finden, er­hire, was ich bet' und sing'. Denn, wo ich nur bei dir wohl steh', so acht' ich's gar nicht, wie es geh'.

5. Hilf du in allen Sachen rathen, denn ich bin selber mir nicht klug; be hüte mich vor Missethaten, vor böser List und gieb,

Mel. Nun sich der Tag geendet zc.

ich wohl thu', wo ich kann, so leg' ich 22. Nun sich die Nacht geendet

diesen Tag wohl an.

hat, die Finsterniß zer. theilt, wacht alles, so am Abend spat zu seiner Ruh' geeilt.

Behüte mir mein Leib und Leben, Verwandte, Freunde, Hab' und Gut, und laß den Himmel Segen geben, wenn meine Hand das Ihre thut. Hilf, daß ich alles wohl verricht'! Du wirst es thun, ich zweifle nicht. C. N.

2. So wach't nun auf, ihr Sinnen! wacht, die Licht und Tag erfreut; zum Lobe Gottes seid bedacht, denn es ist Dankens Zeit.

3. Und du, des Leibes edler Gast, du theure Seele, du, die du so sanft ge­ruhet hast, dank' Gott für deine Ruh'.

4. Wie soll ich dir, du Seelenlicht! zur Gnüge dankbar sein? Mein Leib und Seel' ist dir verpflicht't, und ich bin ewig dein.

11. Daß ich dir innig traue, das Guz te standhaft thu', und froh gen Himmel schaue, denk': Herr! mich siehest du.

12. Bereit den Lauf zu schließen auf deinen Wink, o Gott! und lauter im Gewissen, so finde mich der Tod. G.F.N.