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Neu eingerichtetes Freibergisches Gesangbuch nebst einem Anhange neuer Lieder
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Morgenlieder.

unser Leben, bei Zag und Nacht dein Hut und Gute schweben. Lobet den Herren!

7. Gieb, daß wir heute, Herr! durch dein Geleite auf unsern Wegen un­verhindert gehen und überall in deiner Gnade stehen. Lobet den Herren!

8. Treib' unsern Willen, dein Wort zu erfüllen: lehr' uns verrichten heilige Geschäfte, und, wo wir schwach sind, da gieb du uns Kráfte. Lobet den Herren!

9. Richt' unsre Herzen, daß wir ja nicht scherzen mit deinen Strafen; sondern fromm zu werden, vor deiner Zukunft uns bemüh'n auf Erden. Lo­bet den Herren!

10. Herr! du wirst kommen und all deine Frommen, die sich bekehren, gnädig dahinbringen, da alle Engel

ewig, ewig singen: Lobet den Herren! Mel. Ich dank' dir schon durch zc. * 18 Mein erst Geschäft sei Preis meine Seele! der Herr hört deinen Lobgefang, lobsing' ihm, meine Seele!

2. Mich selbst zu schüßen ohne Macht, lag ich und schlief in Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden?

3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß, und schüßt mich vor Gefahren?

4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, fich sicher zu bedecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, die Seele zu

erwecken?

5. Du bist es, Gott nid Herr der Welt! und dein ist unser Leben. Du bist es, der es uns erhält, und mir's jest neu gegeben.

6. Gelobet feist du, Gott der Macht! gelobt sei deine Treue, daß ich, nach einer sanften Nacht, mich die: fes Tag's erfreue.

7. Laß deinen Segen auf mir ruh'n, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber thun nach deinem Wohl­gefallen.

8. Nimm meines Rebens gnädig wahr; auf dich hofft meine Seele. Sei mir ein Netter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle.

9. Gieb mir ein Herz voll Zuver: sicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe; ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn' und willig thue.

10. Daß ich, als ein getreuer Knecht, nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe.

11. Daß ich, dem Nächsten beizue steh'n, nie Fleiß und Arbeit scheue, mich gern an Undrer Wohlergeh'n und ihrer Jugend freue.

12. Daß ich das Glück der Lebens­zeit in deiner Furcht genieße, und mei­nen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. C.F. G.

Mel. Uus meines Herzens Grunde x. Geist erwach' und

* 19. Meante, der sich aufs Neue fühlt! Mein freudiger Gedanke sei Gott, der mich erhielt. Dich, Gott! erlöstest, bekehrtest, leitest, tröstest, beschirmest, pflegeft, nährst.

2. Gott! auch mit diesem Tage wirk deine Huld mir neu. Noch leb' ich, rühm' und sage: Groß, groß ist deine Treu'. Du hast in dieser, Nacht nach deinem Vaterherzen, vor lengsten, Schrecken, Schmerzen, Gefahren mich bewacht.

3. Doch da, beschirmt vor Leide, ich deiner Huld mich freu', so mischt in meine Freude sich dennoch bittre Reu'. Mein vor'ger Umgang krånkt so oft noch das Gemüthe, als es bei deiner Güte an seine Sünde denkt.

4. Wie oft hab' ich mit Sünden dein Wohlthun dir belohnt! O Huld, nie zu ergründen! du, Herr! haft stets verschont; mir täglich wohlgethan, voll väterlicher Triebe, bis endlich dei­ne Liebe dein Herz mir abgewann.

5. Wie ward da mein Gewissen von Angst und Neu erfüllt, erschreckt, bes schämt, zerrissen, doch bald von dir ges stillt! Es kam, ach nie werd' ich, mein Gott, des Dankes múde, es kam von dir dein Friede in Christo über mich. 6. Nun dieser theure Segen bleib' immerdar auf mir! Auf allen meinen Wegen erhalt' er mich an dir; und will