VIII
Vorwort.
lage zum Grunde gelegt werde, wozu vom Fürstl. Consistorio die Anweisung an die Herren Prediger bereits ergangen ist.
Daß den Grundsätzen, von welchen wir bei dieser durch Gottes Gnade vollbrachten Arbeit uns leiten ließen, allseitige Zustimmung zu Theil werde, können wir bei der großen Verschiedenheit der Ansichten und Wünsche, welche bei solchen Unternehmungen laut werden, nicht erwarten, aber beistimmen werden uns alle Gutgefinnte in dem innigen Wunsche, daß unser Gesangbuch auch in vorliegender Gestalt immer mehr eine Quelle reichen, erquickenden Trostes, süßer, belebender Hoffnung, richtiger, lebendiger Erkenntniß und kräftiger Ermunterung werden möge, ja daß durch dasselbe gerade in unsern Tagen, denen man von mancher Seite und wohl nicht Ho mit Unrecht den Vorwurf religiös- sittlicher Lauheit und kirchlicher Gleichgiltigkeit macht, die Sache der Erbauung immer mehr gefördert, der Glaube an den Ewigen und Unsichtbaren befestigt, die Liebe für den Gekreuzigten erhöht und der Eifer für ein frommes, gottseliges Leben gestärkt werde. Denn auch in unsere durch bürgerliche, wie durch religiöſe Spaltungen vielfach zerrissene Zeit kann für Staat und Kirche, Schule und Haus doch durch keinen Andern Einheit und Friede kommen, als durch den, welchen Gott der Welt gab zur Weisheit und zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung. Gera, am 1. Adventssonntage 1850.
and di
Carl Ernst Wittig, Consistorialrath u. Archidiak.
D. Jonath. Heinr. Trang. Behr, Geh. Kirchenrath u. Superintendent. en Joh. David Friedrich Schottin,
Licent. der Theol., D. der Philos. u. Pfarrer zu Köstrik.


