Morgenlieder.
10
Gieb mir, was dir gefällt! Hier ist doch alles nichtig, Und lauter eitelkeit, Vergänglich, dürftig, flüchtig, Wie meine pilgerzeit.
4. Zuerst, o Vater, schenke Mir ein gehorsam herz, Das nur an dich gedenke, An keinen eiteln scherz! Es liebe dich und flamme Zu Jesu himmel an; Stets meid' es und verdamme Der laster breite bahn.
5. Hernach laß mich gewinnen, Durch deines Geistes fraft,
seunst, weisheit, fluge finnen, 16. W jenem schlummer,
einst von
Da
Und rath und wissenschaft, mit mein thun und Handeln Dir, Gott, gefällig sey, Und vor der welt mein wandeln Fromm ohne heuchelei.
Welcher tod heißt, aufersteh', Und, befreit von jedem kummer, Jenen schönern morgen seh': O dann wach' ich anders auf! Schon am ziel ist dann mein lauf. Träume sind des pilgers sorgen, Großer tag, an deinem morgen.
2. Gieb, daß feiner meiner tage, Geber der unsterblichkeit, Dir einst, meinem Richter, sage: Richte! denn ich ward entweiht! Auch noch heute wacht' ich auf. Dank sey dir! zu dir hinauf Führe jeder meiner tage Mich durch jede freud' und plage!
3. Daß ich gern ste alle sehe, Wenn ihr letzter nun erscheint; Wenn zum dunkeln thal ich gehe, Und mein freund nun um mich weint! Lindre dann des todes pein! Laß mich dann den stärksten seyn, Daß ich ihn zum Himmel weise, Und dich, Herr des todes, preise!
6. So wird von jenem allen, Vor leben, ehr' und geld, zu meinem loose fallen, So viel dir, Gott, gefällt. Laßt uns die seele schmücken; Gott, wie sein wort versprach, Wird schon den leib beglücken; Glück folgt der tugend nach.
Mel. Auf meinen lieben Gott.
15.S o tret' ich freudig an
Auf meines Gottes bahn Die arbeit meines le bens; Denn sie ist nie vergebens. Auf meines standes wegen Giebt er auch glück und segen.
3. Ach, segne, Jefu Chrift, Der du mein Heiland bist, Mein amt und meine werke! Gieb meiner feele stärke, Damit ich deinen willen Mög' ohne falsch erfüllen!
4. Ich heilige mich dir! Entferne, Herr, von mir, Was mei ne arbeit hindert, Und deinen segen mindert; Dann laß mich einst mit freuden Zu dir von hinnen scheiden.
Mel. Werde munter, mein.
2. Dir, Vater, sag' ich dank, Daß du mein lebenlang Mich reichlich haft ernähret; Daß deine huld noch währet. Laß deiner güte gaben mich auch noch ferner haben.


