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Allgemeines Gesangbuch auf Königlichen allergnädigsten Befehl dem öffentlichen und häuslichen Gebrauche in den Gemeinen der Herzogthümer Schleswig und Holstein gewidmet und mit Kgl. allerhöchsten Privilegio herausgegeben
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Morgenlieder.

2. Gott, ich danke dir von Herzen; Denn du hast auch diese nacht Vor gefahr und noth und schmerzen Mich behütet und be­wacht, Und bei aller meiner schuld Hast du noch mit mir ge­duld. is dat

3. Ich gebent an meine fün- 5. e Goll bir geheiligt

Mel. Aus meines herzens. C es morgens de

den, An die strafen, die mir drohn. Laß mich trost und gna­de finden; Denn ich glaub' an deinen Sohn, Der für meine missethat Selber sich geopfert hat.

4. Dir will ich an diesem morgen Ganz zu deinem dienst mich weihn; Will für meine see­le sorgen; Will gerecht und hei­lig seyn; Daß, erscheint nun dein gericht, Ich davor erschrecke nicht. Higions

5. Führe mich, o Herr, und leite Meinen gang nach deinem wort! Ach, mein Vater, sey auch heute Mein beschützer und mein Hort! Unter deinem schutz allein Kann ich froh und sicher seyn.

6. Dir allein, dir, Gott, be fehle, Deiner gnade, deiner treu' Uebergeb' ich leib und seele! Steh' auch diesen tag mir bei! Sey mein schuß, mein glück, mein ruhm; Denn ich bin dein eigenthum!

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gehre; Gieb mir, was bein wort verheißt! Dir sey preis und dank und ehre, Dir, o Vater, Sohn und Geist! Du erhörst gebet und flehn; Ewig will ich dich erhöhn!

7. Leite mich auf deinen we gen! Jeder unfall, der mir droht, Alles werde mir zum se­gen, Es sey leben oder tod! Sterb' ich, Gott, so bringe du Mich zu deines Himmels ruh'!

3. Höre, Gott, was ich be­

seyn. Mein Herz stimmt mit dem munde Zu dankgefängen ein. Dich preis ich, ob ich schon Dein lob hier schwach mur lalle; Ich weiß, mein dank gefalle Dir, Herr, durch deinen Sohn. injud

2. Du hast mit deiner gnade Mich diese nacht bedeckt; Mich hat kein schmerz noch schade Ver­lezzet und erschreckt. Der schlaf hat mich erquickt; Ich bin mit frischen kräften zu pflichten und geschäften Durch deine Huld bes glückt.

3. Ich kann, beschirmt vor leiden, Noch deiner huld mich freun. Doch mischt in diese freu den Sich reu' und kummer ein. Mein vor'ger undant kränkt So oft noch mein gemüthe, Als es bei deiner gute An seine sünden denkt.

4. Wie oft hab' ich mit fün­den Dein wohlthun dir gelohnt! Dhuld, nie zu ergründen! Du haft noch stets geschont; Haft täglich wohl gethan, Voll väter­licher triebe, Bis endlich deine liebe Mein fühllos Herz gewann.

5. Wie ward da mein gewis­sen Von furcht und reu' erfüllt, Beschämt, erschreckt, zerriffen

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