VIII
Vorbericht.
niglichen Willen zufolge, ausgefertigt worden, und wird nun, unter der Königlichen Genehmigung, dem öffentlichen und häuslichen Gebrauche übergeben; wobei versichert werden darf, daß nicht wenige ganz neue, vorhin nie gedruckte Gesänge bloß in der Absicht ausgearbeitet und aufgenommen worden sind, um dessen Inhalte vor ähnlichen Sammlungen eine nüßliche und vorzügliche Vollständigkeit zu geben.
Lassen sich derm bei aller auf diese Sammlung gewendeten Arbeit noch höhere Stufen von Vollkommenheit leicht gedenken: so ist doch zu hoffen, daß Gott auch diese öffentliche Fürsorge für die allgemeine Erbauung in einem nicht geringen Maaße segnen werde, wofern die Christen, für welche sie bestimmt ist, fie unter Anrufung seines Beistandes, zur Erweckung, Erhaltung und Uebung aller der Kenntnisse, Gesinnungen und Werke, wozu diese Gesänge ermuntern, mit redlicher Gewissenhaftigkeit gebrauchen. Die Offenbarung macht auch dieß allen Bekennern unsers Heilands Jesu Christi zur Pflicht. Auch bei diesem Theile ihres Gottesdienstes sollen sie sich nicht bloß mit ihren Lippen, sondern vornämlich mit ihrem Herzen zu Gott nahen. Sie müssen nie vergessen, daß die Verehrung desselben in den Zeiten des neuen Bundes durch das reichere Maaß der Erleuchtung, und auch der Gaben des Gebets, bei allen Christen vollkommener, inniger, und in ihren Wirkungen auf ihre Besserung kräftiger und Heilsamer seyn solle; daß folglich Gedankenlosigkeit und Zerstreuung bei dem Gebrauche heiliger Lieder sie einer viel größern Verantwortung unterwerfe.
Gott lasse nach seiner großen Barmherzigkeit durch die Kraft seines Geistes diese Arbeit dazu gereichen, und führe alle seine Bekenner dahin, wo seine Anbetung und Verherrlichung unsre höchste und ewige Seligkeit seyn wird! Ihm, dem Vater, und seinem Sohne und dem heiligen Geiste sey Preis und Ehre in Ewigkeit! Amen.


