Um 2. Sonntage in der Fasten. ms
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der Fasten( Reminiscere),
den tragen, auf daß du deinen Fuß| Evangel. am 2. Sonntage in nicht an einen Stein stößest. Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum stehet auch geschrieben: Du sollt Gott, deinen Herrn, nicht versuchen. Wiederum führete ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg, und zeigte ihm alle Reiche der Welt, und ihre Herrlichkeit. Und sprach zu ihm: dies alles will ich dir geben, so du niederfällst und mich anbetest. Da sprach Jesus zu ihm: Hebe dich weg von mir, Satan, denn es stehet geschrieben: Du sollt anbe: ten Gott, deinen Herrn, und ihm allein dienen. Da verließ ihn der Teufel, und siehe, da traten die Engel zu ihm, und dieneten ihm.
Epistel, 2 Cor. 6, v. 1:10. mir ermahnen aber euch, als Mitz die Gnade Gottes empfahet, denn er spricht: Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhöret, und habe dir am Tage des Heils geholfen. Sehet, jest ist die angenehme Zeit, jest ist der Tag des Heils. Lasset uns aber niemand irgend ein ers gerniß geben, auf daß unser Umt nicht verlästert werde, sondern in allen Dingen laffet uns beweisen, als die Diener Gottes, in großer Geduld,
in Trubsalen, in Nothen, in engsten, in Schlägen, in Gefängnissen, in Aufruhren, in Urbeit, in Wachen, in Fasten, in Keuschheit, in Erkennt: niß, in Langmuth, in Freundlichkeit, in dem heiligen Geiste, in ungefärbter Liebe; in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Gerechtigkeit, zur Rechten und zur Linken, durch Ehre und Schande, durch böse Gerüchte und gute Gerüchte, als die Verführer, und doch wahrbaftig, als die Unbekannten, und doch bekannt, als die Sterbenden, und siehe wir leben; als die Gezüchtigten, und doch nicht ertödtet. Uls die Traurigen, allezeit aber fröhlich, als die Urmen, aber die doch viel reich machen, als die nichts inne haben, und doch alles haben.
Matth. 15, v. 21= 28.
und Jeſus ging aus von dannen, und
entwich in die Gegend Tyrus und Sydon. Und siehe ein Canandisch Weib ging aus derselbigen Grenze, und schrie ihm nach, und sprach: Uch Herr, du Sohn David, erbarme dich mein; meine Tochter wird vom Teufel übel geplaget. Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreiet uns nach. Er antwortete aber und sprach: ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlornen Schaafen von dem Hause Israel. Sie kam aber, und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr hilf mir. Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht sein, daß man den Kindern es vor
die Hunde. Sie sprach: Ja Herr, aber doch effen die Hündlein von den Brosamen, die von ihrer Herren Tische fallen. Da untwortete Jesus und sprach zu ihr: O Weib, dein Glaube ist groß, dir geschehe, wie du willt. Und ihre Tochter ward gesund zu derselbigen Stunde.
Epistel, 1 Thess. 4, v. 1-7. Weitech, und ermahnen in dem Jeiter, lieben Brüder, bitten wir Herrn Jesu, nachdem ihr von uns empfangen habt, wie ihr sollet wan deln, und Gott gefallen, daß ihr immer völliger werdet. Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben, durch den Herrn Jesum. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr meidet die Hurerei, und ein jeglicher unter euch wisse sein Faß zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht in der Lustseuche, wie die Heiden, die von Gott nichts wissen. Und daß niemand zu weit greife, noch vervortheile seinen Bru der im Handel; denn der Herr ist Rácher über das alles, wie wir euch zuvor gesagt und bezeuget haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur Heiligung+


