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Gesangbuch zum Gottesdienstlichen Gebrauch für Evangelische Gemeinen : mit Genehmigung Eines hohen Ministerii der geistlichen Angelegenheiten
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A n h a n

gieb mir und daß in solchem| auf Christi Tod abscheiden; Leib' ein' unverletzte Seel' und die Seele nimm zu dir hinauf rein Gewissen bleib'. zu deinen Freuden; dem Leib 2. Gieb, daß ich thu' mit ein Räumlein gönn' bei from­Fleiß, was mir zu thun ge mer Christen Grab, auf daß er bühret, wozu mich dein Befehl seine Ruh' an ihrer Seite hab'. in meinem Stande führet. Gieb, daß ich's thue bald, zu der Zeit, da ich soll, und wenn ich's thu, so gieb, daß es gerathe wohl.

8. Wenn du die Todten wirst an jenem Tag erwecken, so thu auch deine Hand nach meinem Grab ausstrecken; laß hören deine Stimm' und meinen Leib weck' auf und führ' ihn kein unnützes Wort aus meinem schön verklärt zum auserwählten Munde gehen; und wenn in Hauf.

3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen, laß

meinem Amt ich reden soll

und muß, so gieb den Worten

Kraft und Nachdruck ohn' Ver- Mel. Herzlich thut mich verlangen ic. druß.

Haupt voll Blut

4. Find't sich Gefährlichkeit, 926.

so laß

mich nicht verzagen, gieb einen Heldenmuth, das Kreuz hilf selber tragen. ich meine Feind' mit Sanft­muth überwind', und, wenn ich Rath bedarf, auch guten Rath erfind'.

Schmerz und voller Hohn! O Haupt, zum Spott gebun­Gieb, daß den mit einer Dornenkron'! O Haupt, sonst schön gezieret mit höchster Ehr und Zier, jest aber höchst schimpfiret, gegrüßet seyst du mir!

5. Laß mich mit jedermann 2. Du edles Angesichte, davor in Fried' und Freundschaft leben, sonst schrickt und scheut, das so weit als christlich ist. Willst große Weltgewichte, wie bist du mir etwas geben an Reich- du so bespeit; wie bist du so thum, Gut und Geld, so gieb erbleichet, wer hat dein Augen­auch dies dabei, daß von un- licht, dem sonst kein Licht rechtem Gut nichts untermenget nicht gleichet, so schändlich zu­sey. gericht't?

6. Soll ich in dieser Welt 3. Die Farbe deiner Wangen, mein Leben höher bringen, durch der rothen Lippen Pracht ist manchen sauren Tritt hindurch hin und ganz vergangen: des in's Alter dringen; so gieb Ge- blaffen Todes Macht hat alles duld, vor Sünd' und Schanden hingenommen, hat alles hinge­mich bewahr', auf daß ich rafft, und daher bist du kom­tragen mag mit Ehren graues men, von deines Leibes Kraft. Saar. 4. Nun, was du, Herr, er­

7. Laß mich an meinem End'! duldet, ist alles meine Last,