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Gesangbuch zum Gottesdienstlichen Gebrauch für Evangelische Gemeinen : mit Genehmigung Eines hohen Ministerii der geistlichen Angelegenheiten
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Anhang.

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Tugendleben; wer zu mir kommt

In eigener Melodie.

und folget mir, darf nicht im Finstern schweben; ich bin der

Weg, ich weise wohl, wie man 919. Nun bitten wir den wahrhaftig wandeln soll.

heiligen Geist um den rechten Glauben allermeist, daß er uns behüte an unserm Ende, wenn wir heimfahr'n aus diesem Elende. Kyrieleis.

3. Mein Herz ist voll De­müthigkeit, voll Liebe meine Seele; mein Mund der fließt zu jeder Zeit von süßem Sanft­muthsöle; mein Geist, Gemüthe, Kraft und Sinn ist Gott er­geben, schaut auf ihn.

2. Du werthes Licht, gieb uns deinen Schein, lehr' uns Jesum Christ kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Kyrieleis.

4. Ich zeig' euch das, was schädlich ist, zu fliehen und zu meiden, und euer Herz von arger List zu rein'gen und zu scheiden; ich bin der Seelen Fels und Hort und führ' euch zu der Himmelspfort.

3. Du süße Lieb', schenk' uns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Brunst, daß wir uns von Herzen einander lieben und im Friede auf einem Sinne bleiben. Kyrieleis.

5. Fällt's euch zu schwer, ich geh' voran, ich steh' euch an der Seite; ich kämpfe selbst, 4. Du höchster Tröster in ich brech' die Bahn, bin alles aller Noth, hilf, daß wir nicht in dem Streite. Ein böser fürchten Schand' noch Tod: Knecht, der still darf stehn, daß in uns die Sinne nicht wenn er den Feldherrn sieht angehn. thofe

gar verzagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Kyrieleis.

6. Wer seine Seel' zu finden meint, wird sie ohn' mich ver­lieren; wer sie in mir verlieren Mel. Liebster Jesu, wir sind hier sc. scheint, un Gott Lob! es

wird ein­

führen. Wer nicht ſein screuz 920. Nit volbracht, in

nimmt und folgt mir, ist gen, Beten, Lehren, Hören; mein nicht werth und meiner Gott hat alles wohl gemacht, Zier.

drum laßt uns sein Lob ver­mehren: unser Gott sei hoch gepreiset, daß er uns so herrlich speiſet.

7. So laßt uns denn dem lieben Herrn mit Leib und Seel' nachgehen, und wohlge­muth, getrost und gern bei ihm 2. Weil der Gottesdienst ist im Leiden stehen; denn wer aus, uns auch mitgetheilt der nicht kämpft, trägt auch die Segen; so gehn wir mit Freud' Kron' des ew'gen Lebens nicht nach Haus, wandeln fein auf davon. Gottes Wegen. Gottes Geist